Vier von fünf Baselbieter Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stehen voll hinter dem Universitätsvertrag mit Basel-Stadt und nehmen so ihre Mitverantwortung für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Nordwestschweiz wahr: Dieses positive Fazit zieht die Wirtschaftskammer Baselland zu diesem kantonalen Abstimmungsergebnis vom Wochenende. Ebenso befriedigt zeigt sich der kantonale Dachverband der KMU-Wirtschaft über das klare Nein zur Einheitskrankenkasse, die schweizweit mit über 70 Prozent Nein-Stimmen bachab geschickt worden ist. Zu beiden Vorlagen hat die Wirtschaftskammer an vorderster Front für ein Ja (Univertrag) bzw. für ein Nein (Einheitskrankenkasse) gekämpft. Die beiden sehr klaren Ergebnisse werden denn auch als Abfuhr an ideologische und damit destruktive Zwängereien gewertet.
Mit besonderer Genugtuung nimmt die Wirtschaftskammer das überaus deutliche Resultat von 85 Prozent Ja-Stimmen zum Universitätsvertrag zur Kenntnis, verbindet sich doch damit eine für die Baselbieter Wirtschaft geradezu existenziell wichtige Zukunftsfrage. Denn: Für die Wirtschaft im Kanton und in der Region geht es mit einer starken Universität - zusammen mit der Fachhochschule - darum, die Forschung und Entwicklung insbesondere in den Life Sciences in der Region qualitativ und quantitativ zu stärken, was mittel- bis längerfristig für die ganze regionale Wirtschaft von grösster Bedeutung ist.
Das klare Nein zur Einheitskrankenkasse zeigt andererseits, dass die Aufhebung des Wettbewerbs unter den Krankenkassen für die Schweizer Stimmbevölkerung offensichtlich kein Rezept gegen die steigenden Gesundheitskosten ist, wie dies die Initianten auf der linken politischen Seite erhoffen. Bedauerlich ist dabei jedoch, dass die Initianten auf Seiten der SP Schweiz noch am Abstimmungstag bereits neue Vorstösse und Initiativen für ein Einheitskassenmodell angekündigt haben. Die ideologische Zwängerei geht damit offenbar weiter.
Kontakt:
Hans Rudolf Gysin, Nationalrat Direktor Wirtschaftskammer Baselland Tel. 061 927 65 00 / 079 423 56 63
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