Basel/Liestal - Die Palette der Exportförderungsinstrumente ist vielseitig und nicht immer auf den ersten Blick überschaubar, doch die Auslandtätigkeit gewinnt für die Schweizer Wirtschaft zunehmend an Bedeutung. Insbesondere für die einheimische KMU-Wirtschaft gilt es, die damit verbundenen Risiken zu erkennen und Chancen zu nutzen: Mit diesem Ziel hat die Wirtschaftskammer Baselland in Zusammenarbeit mit Osec Business Network Switzerland gestern im Restaurant Dreiländereck in Basel vor über 70 regionalen Unternehmern einen Informationsanlass durchgeführt. Aus erster Hand konnten dem Publikum Ratschläge und Hinweise vermittelt werden. Daniel Küng, seit 1. Juni 2004 neuer CEO der Osec, ermutigte dabei die Unternehmer, die Möglichkeiten zu nutzen, die sich in den internationalen Märkten bieten, um an Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen.
In seinem Einführungsreferat rief Nationalrat Hans Rudolf Gysin, Direktor Wirtschaftskammer Baselland, in Erinnerung, dass die Schweizer Wirtschaft ihren hohen Entwicklungsgrad in starkem Masse der engen Verflechtung mit ausländischen Volkswirtschaften verdankt. Umso wichtiger sei es nun im Speziellen auch für die KMU-Wirtschaft, die sich aufgrund der Öffnung der internationalen Märkte bietenden Chancen zu packen. Mit Verweis auf die anwesenden Experten des Exportgeschäfts stellte Gysin fest, dass kompetente Hilfestellen vorhanden sind. Er forderte die Anwesenden auf – falls noch nicht geschehen – den Sinneswandel zu vollziehen und die ausländischen Märkte vor allem auch als Chance für neue erfolgreiche Geschäfte zu sehen.
Der Geschäftsführer der Handelskammer beider Basel, Dr. Rainer Füeg, zeigte die möglichen Stolpersteine auf dem Weg in den Export sowie das umfassende Dienstleistungsangebot auf und ermunterte die anwesenden Gäste, die ersten Schritte ins Ausland zu wagen. Anhand der Auswertungen aus der Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz dokumentierte Füeg eindrücklich, wie sich in den letzten Jahren das Exportgeschäft für die Schweizer Wirtschaft entwickelte und heute sowie in Zukunft von zentraler Wichtigkeit sei.
Der CEO von Osec Business Network Switzerland, Daniel Küng, hielt in seinen Ausführungen fest, dass die Schweizer Exportwirtschaft das Wachstum in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge gerettet hat. Die Exporte wuchsen wiederum stärker als das Bruttoinlandprodukt (BIP). Unbestritten ist, meinte Küng, dass internationalisierte Unternehmen wettbewerbsfähiger sind als die "Daheimgebliebenen" – auch im Heimmarkt. Dank dem vereinten Aussenwirtschaftsförderungsnetzwerk von Osec stehe den Export-interessierten Firmen ein kompetentes Netzwerk mit zahlreichen Partnern zur Verfügung, welche zu allen Fragen des internationalen Geschäfts mit Rat und Tat zur Seite stünden. In seinem Ausblick hielt der Hauptreferent fest, dass die Zukunft der Schweizer Unternehmen sich im asiatischen Raum abspielen wird. Neben Japan, China und Indien stünden mit Vietnam oder Indonesien weitere Länder in den Startlöchern. Mit seinen abschliessenden Worten ermutigte Küng die anwesenden Unternehmen, die Möglichkeiten in den internationalen Märkten zu nutzen.
Als «Best Practices» für den erfolgreichen Gang auf internationale Märkte präsentierten René Hagen, Head of International Business der Doetsch Grether AG in Basel, und Dr. Robert Sum, CEO der Nanosurf AG in Liestal, ihre guten Erfahrungen. Sie unterstrichen insbesondere die Wichtigkeit der Unterstützungsleistungen. Während die Doetsch Grether AG mit Hilfe des Business Network erfolgreich ein Roll-On-Deodorant in Spanien positionieren konnte, berichtete die Nanosurf von erfolgreichen Auslandstätigkeiten in Brasilien dank der tatkräftigen Unterstützung von Osec.
Wer in fremden Märkten erfolgreich sein will, so der einhellige Tenor der Beiden, sollte auf Fachspezialisten zurückgreifen können, welche den Markt und die lokalen Gegebenheiten bestens kennen. Deshalb lautete die Empfehlung an die Anwesenden, eine Zusammenarbeit mit Osec Business Network Switzerland anzustreben, um im Export erfolgreich zu sein und teures Lehrgeld einzusparen. Auch im Rückblick überwiegen bei beiden Unternehmern die Chancen eindeutig die Risiken. Die Referenten ermunterten zum «proaktiven Sprung ins kalte Wasser der Internationalisierung».
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