Wirtschaftskammer Baselland Wirtschaftskammer Baselland
31/03 2009:
Medienmitteilung vom 31.03.2009

Unerfreulich, aber nicht überraschend

Liestal, 31. März 2009. Dass die Baukosten für die H2 deutlich über dem früher immer wieder genannten Betrag von etwas über 300 Mio. Franken zu stehen kommen, hat die Wirtschaftskammer bereits im Juni 2007 mit Verärgerung zur Kenntnis genommen. Nun liegt endlich eine realistische Kostenprognose vor, die aufzeigen, dass der Bau der H2 über 550 Millionen Franken kosten wird. Diese von Baudirektor Jörg Krähenbühl den Medien vorgestellte Prognose ist aus Sicht der Wirtschaftskammer nicht überraschend, aber trotzdem höchst unerfreulich. Dennoch kommt der Kanton Baselland nicht darum herum, dieses innert 40 Jahren viermal per Volksabstimmung beschlossene Bauwerk jetzt weiterhin zügig zu realisieren.

Dass die gestiegenen Projektanforderungen an Tunnelbauten einer der wesentlichen Gründe für diese Kostenerhöhung ist, kann die Wirtschaftskammer noch einigermassen nachvollziehen. Mehr als ärgerlich ist hingegen, dass sich die Kostenberechnungen für die H2 bis Mitte 2007 an einem offensichtlich untauglichen Baukostenindex orientiert haben. Als geradezu skandalös muss jedoch im Rückblick auf die vergangenen 40 Jahre H2-Geschichte die Planung dieser längst fälligen Entlastungsstrasse zwischen Liestal und Pratteln bewertet werden, die mit immer neuen politischen Störmanövern gezielt und damit "endlos" in die Länge gezogen worden war. Und dies, obwohl die Baselbieter Stimmbevölkerung nicht weniger als viermal grösserenteils sehr deutlich den Bau der H2 beschlossen hatte. Ohne diese Behinderungsaktionen wäre die H2 längst schon gebaut und dies zu insgesamt deutlich tieferen Kosten.

Für die Wirtschaftskammer ist klar: Der bereits begonnene Bau der H2 muss nun zügig zu Ende geführt werden – gemäss den Spielregeln, wie sie in der vierten H2-Abstimmung vom 24. September 2006 vom Volk beschlossen worden sind. Die Wirtschaftskammer unterstützt dabei das jetzt unter Baudirektor Jörg Krähenbühl deutlich gestraffte Baumanagement und die intensive Kostenkontrolle. Ebenso gibt die Wirtschaftskammer ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die notorischen Gegner der H2 im weiteren Ablauf der Finanzierungsregelung darauf verzichten, dem Projekt erneut Steine in den Weg zu legen, welche nur die ohnehin hohen Kosten weiter erhöhen würden.


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