Wirtschaftskammer Baselland Wirtschaftskammer Baselland
Neujahrsapéro 2008
«Heute sind wir besser als gestern»

Die junge Tradition des Neujahrsapéro der Wirtschaftskammer Baselland zeigt positive Folgen: Weil die Basellandschaftliche Kantonalbank den Andrang der Teilnehmenden räumlich nicht mehr optimal begleiten konnte, begrüssten die über 500 geladenen Gäste aus der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des Baselbiets und der Region erstmals im Hotel Engel das neue Jahr 2008. In ihren Ansprachen schlugen Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB), sowie Andreas Schneider, Präsident der Wirtschaftskammer Baselland, den Bogen ihrer Neujahrs-Gedanken von einem insgesamt positiv zu wertenden 2007 in ein optimistisch erwartetes 2008. Dies allerdings nicht ohne auch aktuelle Problemstellungen der Wirtschaft aufzugreifen.

 

Persönlich willkommen geheissen von Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der BLKB, Andreas Schneider, Präsident, und Nationalrat Hans Rudolf Gysin, Direktor der Wirtschaftskammer, stiessen heute Freitag Abend im Hotel Engel in Liestal über 500 Persönlichkeiten aus der Baselbieter und der regionalen Politik, Wirtschaft und Gesell­schaft auf ein gutes 2008 an. Die von Mal zu Mal wachsende Gästeschar zum Neujahrsapéro der Wirtschaftskammer erforderte in diesem Jahr die Durchführung des Anlasses im grossen Saal des «Engel» in Liestal.

 

«Man kann durch eine neue Tür nur gehen, wenn man die alte hinter sich zumachen kann»: Mit diesem Zitat von Friedrich von Bodelschwingh zog Gastgeber Andreas Schneider zunächst eine für die Baselbieter KMU-Wirtschaft insgesamt positive Bilanz des abgelaufenen Jahres. Er hob dabei die erfreuliche Konjunkturentwicklung, die Ergebnisse der kantonalen und eidgenössischen Wahlen 2007, das klare Ja im Baselbiet zur Unternehmenssteuerreform, die Berufsschau 2007, aber auch der positive Entscheid der Regierung zur H2 und des Bundes zur dritten Belchenröhre hervor.

 

Doch gerade in der aktuellen Verkehrspolitik ortete Schneider einige Wermutstropfen: So bewerte die Wirtschaftskammer mit Sorge den jüngsten Entscheid der Stadtbasler Behörden zum neuen, restriktiven Parking-Regime. Davon negativ betroffen seien nicht nur über 30'000 Arbeitspendler aus dem Kanton, sondern auch Hunderte von Baselbieter KMU mit Kundschaft in der Stadt Basel. Schneider forderte dabei vor allem die Baselbieter Regierung auf, ihre bisherige Zurückhaltung in dieser Frage abzulegen und sich partnerschaftlich für eine insgesamt deutliche Verbesserung der Parkingflächen sowie für eine bessere Vernetzung von Strasse und Schiene in beiden Kantonen zu engagieren.

 

«In den nächsten drei bis fünf Jahren stehen rund 10'000 KMU vor der Schliessung, weil ihre Nachfolge nicht gelöst ist bzw. gelöst werden kann», griff Schneider eine weitere Sorge der KMU-Wirtschaft auf. Diese beängstigenden Fakten seien einer breit angelegten Untersuchung einer Wirtschaftsberatungsfirma zu entnehmen. Mit den mittelfristig drohenden Schliessungen seien aber auch konkret rund 55'000 Arbeitsplätze gefährdet. Doch danach krähe kein Hahn, weil diese Entwicklung langsam und unspektakulär verlaufe, während vergleichsweise geringe Restrukturierungen in Grossunternehmen eine unverhältnismässige Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erhalten würden.

 

«Die Aufgaben gehen der Wirtschaftskammer auch 2008 nicht aus», schloss der Wirtschaftskammer-Präsident seine Neujahrsgedanken. Er sei jedoch zuversichtlich, dass diese Aufgaben auch in Zukunft gelöst werden können. Dies erst recht, wenn die kämpferisch erprobte KMU-Wirtschaft im Baselbiet weiterhin das Sprichwort beherzige: «Wir sind heute besser als gestern - und schlechter als morgen»

 

Beat Oberlin stellte in seiner Ansprache zunächst nicht ohne Genugtuung fest, dass die BLKB durch ihre regionale Verankerung wohl keine Milliardengewinne, aber auch keine entsprechenden Verluste ausweise. Die grundsolide Bank geniesse deshalb als eine der wenigen Schweizer Finanzinstitute das Rating «Triple A» von Standard & Poor's. Der Präsident der BLKB-Geschäftsleitung sieht für das kommende Jahr wohl eine etwas abgeschwächte, aber dennoch wachsende Konjunktur. Er rechnet ausserdem längerfristig mit steigenden Zinsen, einem angemessen starken Franken und einem Aktienmarkt in wieder ruhigerem Fahrwasser.

 

Oberlin bezeichnete die Ergebnisse der traditionellen BLKB-Wirtschaftsumfrage, die 2007 im Kanton durchgeführt worden ist, als ausgesprochen erfreulich: «Seit 1989 ist kein Jahr mehr so positiv beurteilt worden. 75 Prozent der Baselbieter Unternehmen bezeichnen 2007 als gut oder sehr gut, 23 Prozent als befriedigend und nur 2 Prozent als schlecht.» Mit 62 Prozent habe eine klare Mehrheit der Firmen ihren Umsatz 2007 erhöhen können. 41 Prozent der KMU sei es überdies gelungen, den Gewinn gegenüber dem Vorjahr spürbar zu steigern. Die Investitionen und die Arbeitsplätze hätten erfreulich gesteigert werden können - allerdings zeige sich in zunehmendem Masse ein weiter zunehmender Mangel an Fachkräften.

 

Die regionale  Wirtschaft blicke laut Umfrage mit Optimismus ins Jahr 2008: 23 Prozent der Baselbieter Unternehmen würden ein besseres und nur 9 Prozent ein schlechteres Jahr erwarten. Laut «metrobasel blkb outlook» könne in der Region im kommenden Jahr von einem Wachstum von 2,8 Prozent ausgegangen werden. Basel-Stadt und der Bezirk Arlesheim in Baselland seien dabei am wachstumsstärksten.

 



Mit den Kaminfegern als Glücksbringer in ein erfolgreiches Jahr 2008



Wirtschaftskammer Präsident Andreas Schneider bei seiner Ansprache zum neuen Jahr



Dr. Beat Oberlin, Vorsteher der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Kantonalbank hält seine Rede zum Jahresanfang 2008

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