Liestal, 6. Januar 2009 «Konzentrieren wir uns wieder auf das, was unsere grosse Stärke ist: auf unsere Arbeit, unser Wissen und unseren Erfahrungsschatz – und damit auch auf unsere Innovationskraft»: Mit dieser Empfehlung von Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Schneider stiessen heute Abend am Neujahrsapéro der Wirtschaftskammer Baselland im Hotel Engel in Liestal die gegen 600 Gäste auf ein glückliches und – trotz düsterer Konjunkturaussichten – erfolgreiches neues Jahr an. Beat Oberlin, Geschäftsleitungspräsident der Basellandschaftlichen Kantonalbank, zeigte in seiner Ansprache auf, dass die BLKB nicht nur eine finanziell gesunde Bank ist, sondern auch, dass sie mit ihrer Kreditpolitik weiterhin vor allem für die regionale KMU-Wirtschaft ein verlässlicher Partner bleibt. Die «OperAvenir» des Basler Theaters setzte mit vier gesanglichen Vorträgen den musikalischen Schlusspunkt zum traditionellen Neujahrsempfang der Baselbieter Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Dass der Neujahrsapéro der Wirtschaftskammer Baselland im Jahreskalender der regionalen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft eine der wichtigsten Veranstaltungen geworden ist, belegten nicht nur die gegen 600 Gäste, sondern auch namhafte Persönlichkeiten aus der Region: Landratspräsident Peter Holinger und Landratsvizepräsident Hanspeter Frey, die Baselbieter Regierung in corpore – Regierungspräsident Adrian Ballmer, Regierungsrätin Sabine Pegoraro sowie die Regierungsräte Jörg Krähenbühl, Urs Wüthrich und Peter Zwick –, der Baselbieter Ständerat Claude Janiak sowie die Nationalratsmitglieder Kathrin Amacker, Caspar Baader, Corina Eichenberger (AG), Hans Rudolf Gysin, Christian Miesch, Peter Malama (BS), Eric Nussbaumer und Silvia Schenker (BS) sowie kantonale Politikerinnen und Politiker aus Baselland, Basel-Stadt, Aargau und Solothurn, Vertreterinnen und Vertreter der Behörden aus Gemeinden und Kanton, der Sozialpartner sowie der befreundeten regionalen Wirtschaftsverbände und der Schweiz.
«2008 war ein Wirtschaftsjahr, wie ich es noch nie erlebt habe», stellte in seiner Ansprache Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Kantonalbank, fest. Die Krise der Finanzindustrie sei zur weltweiten Wirtschaftskrise geworden – eine Entwicklung, von der auch die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) betroffen worden sei. Dies allerdings auch positiv, habe man doch im vergangenen Jahr einen signifikanten Zuwachs an Neugeld verzeichnen können – in erster Linie aus einem Grund: «Unsere alten und neuen Kundinnen und Kunden haben Vertrauen in unsere Strategie des nachhaltigen Wachstums und schätzen unsere vorsichtige Risikopolitik», hielt Beat Oberlin fest, und er betonte, dass die BLKB eine sehr gesunde Bank sei. Sie müsse auch ihre bisherige Politik nicht ändern, um die KMU der Region ausreichend mit Krediten. zu versorgen. «Wir halten an unserer Politik fest, weil wir für die KMU auch in Zukunft ein Partner sein wollen, dem sie vertrauen können und
der ihnen gute Konditionen und höchste Sicherheit bietet.» Die Baselbieter Kantonalbank bleibe für gesunde Unternehmen eine verlässliche Partnerin, die ihre Kunden mit hohem Know-how begleite und ihnen gute Konditionen sowie höchste Sicherheit biete. Dies setze allerdings voraus, dass auch die Kunden ihre «Hausaufgaben» machen würden und für schwierige Zeiten gerüstet seien. Die BLKB sei stolz darauf, sehr viele erfolgreiche Baselbieter Unternehmen zu ihren Kunden zählen zu dürfen. Denn: «Das Geschäft und die Partnerschaft mit den Unternehmen unseres Kantons sind ein wichtiger Pfeiler für den Erfolg der Basellandschaftlichen Kantonalbank, die ja selbst auch zu den erfolgreichen Baselbieter KMU zählt.»
«Gestern machte ich noch in Aktien – heute mach ich mir in die Hose»: Mit diesem Zitat des deutschen Kolumnisten Raymund Krauleidis brachte Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Schneider die aktuelle Stimmung in der Weltwirtschaft auf den Punkt. Es bringe jedoch nichts, jetzt im Jammertal der Finanzmarktkrise «herumzujoggen». Vielmehr gelte es, sich auf die wirklichen Werte – gerade der KMU-Wirtschaft – zu besinnen. «Wirkliche Werte, die Bestand haben – echte Wertschöpfung also – schaffen wir aber nur durch unsere Arbeit: mit Leistung, Qualität und Innovation.» Hier liege der Ursprung der echten Wertschöpfung, nicht in virtuell hochgejubelten Aktienkursen. «Sorgen wir also wieder vermehrt für echte Wertschöpfung, spucken wir wieder in unsere Hände und konzentrieren wir uns wieder auf das, was unsere grosse Stärke ist: auf unsere Arbeit, unser Wissen und unseren Erfahrungsschatz – und damit auch auf unsere Innovationskraft», forderte Andreas Schneider insbesondere die Vertreterinnen und Vertreter der Baselbieter KMU-Wirtschaft auf.
Andreas Schneider empfahl insbesondere für die eidgenössische Abstimmung vom kommenden 8. Februar: «Leisten Sie auch einen ganz pragmatischen Beitrag an unsere Wirtschaftsentwicklung mit Ihrem Ja zur Erweiterung der bilateralen Verträge.» Gerade jetzt seien wir auf starke Wirtschaftspartner angewiesen, die massgeblich zu einem positiven Bruttoinlandprodukt beitragen würden. Die Ablehnung dieser Vorlage wäre für unsere Wirtschaft, ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze verheerend.
«Ora et labora» – «Bete und arbeite»: Dieser Grundsatz des Benediktinerordens ist nach Andreas Schneider das ideale Motto für das zweifellos herausfordernde neue Jahr. Dieses Motto beinhalte die Begriffe Hoffnung auf einen guten Ausgang und vor allem auch das Vertrauen auf die wirklichen Stärken der KMU. «Beten wir, dass wir die Herausforderungen des neuen Jahres bestens überstehen. Und setzen wir auf das, was unsere wirkliche Stärke und unser echter Wert ist: auf unsere Arbeit und unser Leistungsvermögen», schloss der Wirtschaftskammerpräsident seine Neujahrsansprache mit einer zuversichtlichen Note.
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