Wirtschaftskammer Baselland Wirtschaftskammer Baselland
Neujahrsapéro 2007

«Höre nie auf, anzufangen»

Über 500 Gäste aus der regionalen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nutzten heute Abend die Gelegenheit, im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs der Wirtschaftskammer Baselland am Hauptsitz der Baselland­schaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Liestal auf ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr anzustossen. Die ausgesprochen erfreuliche Konjunkturentwicklung des vergangenen Jahres und die weiterhin positiven wirtschaftlichen Aussichten in den kommenden 12 Monaten sorgten nicht nur bei den Gästen für eine gelöste Stimmung, sondern prägten auch die Neujahrswünsche von Gastgeber Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der BLKB, sowie von Andreas Schneider, Präsident der Wirtschaftskammer Baselland.

In seiner Neujahrsansprache thematisierte Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Schneider jedoch auch einige aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklungen, die aus seiner Sicht Anlass zu Besorgnis geben würden. «Fange nie an, aufzuhören - höre aber nie auf, anzufangen»: Mit diesem Zitat des altrömischen Staatsmannes Cicero und angesichts der weiterhin positiven Konjunkturaussichten wünschte Andreas Schneider im Namen der Wirtschaftskammer Baselland allen Gästen für das neue Jahr Gesundheit, Energie, Innovationskraft sowie Glück und Erfolg.

Dr. Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Kantonalbank und Gastgeber am BLKB-Hauptsitz in Liestal, hob in seiner kurzen Begrüssung hervor, dass das Jahr 2006 ein erfreuliches Jahr war - und ein noch besseres als prognostiziert. Trotzdem lese man jetzt da und dort Kommentare, in denen gewarnt werde, dass die Wirtschaft wieder am Anfang eines «Abschwunges» stehe. Solche Unkenrufe entbehrten jedoch jeder fundamentalen Überlegung. Man habe zwar eine Verlangsamung des Aufschwungs zu erwarten, aber - so Beat Oberlin - er wehre sich dagegen, eine Wachstumsverlangsamung als Abschwung zu bezeichnen. Kontinuität müsse das Ziel des Wachstums sein, nicht der einmalige Ausschlag auf der Kurve.

Der Referent unterstrich die insgesamt guten wirtschaftlichen Aussichten und stellte fest, dass die regionale und schweizerische Wirtschaft wiederum mit einer gesunden, kontinuierlichen Wirtschaftsentwicklung rechnen dürfe. In diesem Sinne wünschte der Geschäftsleitungspräsident der BLKB allen Gästen den offenen Blick für die Zusammen­hänge, in denen sie leben, Mut zum Beschreiten neuer Wege sowie das Interesse und die Kraft an der Entwicklung der gemeinsamen Rahmenbedingungen aktiv mitzuwirken.

Der vor einem Jahr erhoffte Wirtschatsaufschwung habe sich höchst erfreulich bestätigt, stellte Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Schneider ebenfalls fest und hob dabei vor allem die deutliche Zunahme von Arbeitsplätzen hervor. Der Referent kam jedoch auch auf einige weniger erfreuliche Entwicklungen zu reden und stellte dabei fest, dass die staatliche Bürokratie weiter anwachse, auch wenn jetzt eine Vereinfachung der Mehrwert­steuer eingeleitet worden sei. Gleichzeitig sei jedoch auch der neue Lohnausweis verfügt worden, der vor allem in Kleinstunternehmen zu hohen Investitionskosten und zusätz­lichem Aufwand führe. Schneider kritisierte auch die immer deutlicher werdende Tendenz, die Wirtschaft zur Finanzierung von eigentlich staatlichen bzw. gesellschaftlichen Aufgaben heranzuziehen. Die Liste vor allem sozialer Forderungen an die Wirtschaft würde immer länger. Wohl müsse diese ihre soziale Mitverantwortung wahrnehmen. Ihre Hauptaufgabe sei es jedoch, Umsatz und Ertrag zu erwirtschaften sowie damit auch Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen und zu sichern. Wer dies missachte, gefährde mittelfristig die soziale Sicherheit.

Der Wirtschaftskammer-Präsident erinnerte ausserdem an die bevorstehenden kantonalen Wahlen im Baselbiet und forderte die Mitglieder auf, am 11. Februar 2007 sowohl für den Landrat als auch für den Regierungsrat vor allem bürgerlich zu wählen. Mit den beiden Regierungskandidaten Jörg Krähenbühl und Peter Zwick würden ausserdem erstmals nach vielen Jahren wieder Vertreter der KMU-Wirtschaft Einsitz in der Regierung nehmen.

Unter den über 500 Gästen am Neujahrsapéro der Wirtschaftskammer waren auch zahlreiche Persönlichkeiten der Politik, der Behörden in beiden Kantonen, der Wirtschaft und der Gesellschaft vertreten, namentlich die Baselbieter Regierungsmitglieder Adrian Ballmer, Sabine Pegoraro und Erich Straumann, Kantonsgerichtspräsident Peter Meier, die Baselbieter Landratspräsidentin Elisabeth Schneider und der Basler Grossratspräsident Andreas Burckhardt, Ständerat Hans Fünfschilling, die Nationalräte Caspar Baader, Hans Rudolf Gysin, Claude Janiak, Walter Jermann, Christian Miesch und Urs Schweizer, zahlreiche Mitglieder aus dem Grossen Rat und dem Landrat, darunter die bürgerlichen Regierungskandidaten und Fraktionspräsidenten Jörg Krähenbühl und Peter Zwick, Parteipräsidentinnen und -präsidenten, Vertreterinnen und Vertreter der kantonalen Behörden, der regionalen Medien, der Berufs- und Branchenverbände, der Verkehrsverbände, aber auch Mitglieder befreundeter Wirtschaftsverbände aus der übrigen Schweiz sowie aus Südbaden.



Gastgeber Dr. Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der BLKB, begrüsst die zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.



Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Schneider bei seinem wirtschaftspolitischen Ausblick auf das neue Jahr.



Ebenfalls bereits ein Teil der Tradition: das speziell kreierte Brot der Bäckerei Bangerter aus Lausen.



Gut gelaunte Gäste (in der Mitte: Paul Kurrus, Swiss-Vizedirektor).





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