Zu Besuch bei Baudirektor Jörg Krähenbühl
19.06.09 - 15:00 / Autor: Simon F. Eglin
Das Zusammentreffen der Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine (KGIV) fand in den Räumlichkeiten der Bau- und Umweltschutzdirektion Baselland in Liestal statt. Ziel der Versammlung war, die Direktion und ihr Tätigkeitsfeld unter der Leitung von Regierungsrat Jörg Krähenbühl näher kennenzulernen.

Präsentation der Bau- und Umweltschutz-Direktion: Regierungsrat Jörg Krähenbühl |  |
Der Vorsteher der Bau- und Umweltschutzdirektion Baselland (BUD), Regierungsrat Jörg Krähenbühl, freute sich ausserordentlich, die Vertreter der Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine in Liestal willkommen zu heissen. War doch Krähenbühl selbst vor seiner Tätigkeit in der Baselbieter Regierung während 20 Jahren im Zentralvorstand der Wirtschaftskammer tätig gewesen. Zusammen mit vier Amtsvorstehern führte der Baudirektor die interessierten Teilnehmer der Sitzung in das breite Spektrum der BUD mit ihren 800 Mitarbeitenden ein.
Stadionspeaker im Sekretariat Generalsekretär Michael Köhn betonte das gute Teamplay zwischen ihm und Krähenbühl und gab eine Übersicht über die organisatorischen Grundzüge. Das Generalsekretariat teilt sich in sechs Abteilungen auf und bietet insgesamt 50 Arbeitsplätze, die sich mit der Koordination, Planung und Abwicklung der diversen Geschäfte befassen. Köhn ist aus dem Kommunikationsbereich ins Generalsekretariat gestossen und war vielen auch als Stadionspeaker des FC Basel bekannt. Marie-Theres Caratsch stellte «ihr» Hochbauamt vor: Es befasst sich mit der Bereitstellung und der Bewirtschaftung der räumlichen Ressourcen im Verwaltungsvermögen des Kantons. In Zahlen: 406 Gebäude und 81 Einmietungen in 38 Gemeinden. 86 Prozent der Gebäude sind älter als 30 Jahre und dementsprechend gross ist der Bedarf an Neubauten, Renovationen und Wartungsarbeiten, so die Kantonsarchitektin.
Hotspot Baugesuche «Verkehr und Gewässer sollen fliessen», gab Kantonsingenieur Oliver Jacobi als eine der Leitlinien des Tiefbauamtes an. Neben dem Verkehr mit den Kantonsstrassen und dem Wasserbau sind hier auch die Zentralen Dienste angesiedelt. Gerade die Verkehrsteilnehmer beschrieb Jacobi als komplexe Klientel, deren Wünsche und Vorstellungen sich zum Teil stark voneinander unterscheiden. Diese unter einen Hut zu bringen, sei eine der Herausforderungen, denen sich das Tiefbauamt täglich stelle. Den Abschluss machte der kantonale Bauinspektor Andreas Weis, dessen Amt jährlich zwischen 2500 und 2800 Baugesuche bearbeitet. Einem gängigen Vorwurf, die Bearbeitungszeit der Gesuche dauere zu lange, hielt Weis entgegen, dass die Gesuche zahlreiche Stationen durchlaufen müssen und dass rund 95 Prozent der Beiträge innert 30 Tagen bearbeitet sind.
Fragerunde Nach den Referaten nutzten die Teilnehmer rege die Möglichkeit, Fragen an die Amtsvorsteher zu richten. So wollte sich Karl Thommen von KMU Hölstein und Umgebung über die Energiegesetzgebung informieren und erhielt von Jörg Krähenbühl selbst eine umfassende Übersicht über die kantonale Zielsetzung in diesem Zusammenhang. Nach der Verdankung der Referenten durch den scheidenden KGIV-Präsidenten Roland Hohl hatten die Mitglieder dann beim folgenden Apéro und Abendessen die Möglichkeit, die Themen weiter zu vertiefen.
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