Neues und Übles von der Katastrophen-Front
11.03.07 - 23:00 / Autor: Hans Rudolf Gysin, Nationalrat
Liestal - Mitte der 80er-Jahre war es das Waldsterben, das den Weltuntergang befürchten liess. Mitte der 90er-Jahre wurde dieses «Sterben» stillschweigend begraben – mit Bedauern über diesen «wissenschaftlichen» Irrtum – und dafür flugs das «Giftgas» Ozon beschworen, das uns angeblich geradezu tödlich bedrohte. Jetzt – wieder zehn Jahre später – sind Feinstaub, die «Klima-Katastrophe», das Passivrauchen, Transfettsäuren, «freie Radikale», Acrylamid usw. die neuen Bedrohungen der Menschheit im Allgemeinen und der Schweizer Bevölkerung im Besonderen – und damit Anlass für aufgeregten Alarmismus und wilden Aktionismus.

Nationalrat Hans Rudolf Gysin. |  |
Drum wird erneut legiferiert, reguliert, kontrolliert und vor allem verboten. Die professionellen Bedenkenträger und die politischen Weltuntergangspropheten wittern Morgenluft. Sie versprechen sich bei der dergestalt aufgeschreckten und gezielt verängstigten Bevölkerung erneut reiche Ernte – im Oktober, wenn die eidgenössischen Wahlen stattfinden und bis dahin Familie Schweizer so richtig politisch-katastrophal weichgekocht ist ...
Sarkasmus pur, ich weiss. Aber die aktuelle Situation an der Katastrophen-Front lässt sich nur so ertragen. Was mich dabei besonders ärgert, ist die Gewissheit, dass – neben auch sinnvollen Massnahmen für eine bessere Umwelt – jetzt wieder jede Menge Unsinn verfügt wird, der uns alle – auch die KMU-Wirtschaft – wieder sehr viel kostet und doch gar nichts bringt.
Kontakt:
Nationalrat Hans Rudolf Gysin Direktor Wirtschaftskammer Baselland Tel. +41 61 927 65 00 / +41 79 423 56 63
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