Gleichlange Spiesse sind unerlässlich
13.12.07 - 14:30 / Autor: Nationalrat Hans Rudolf Gysin
Liestal - Ich kann unsere KMU-Kolleginnen und Kollegen aus der EU-Nachbarschaft durchaus verstehen, dass sie die strengen Gesetze der Schweiz und deren strikte Durchsetzung im einen oder anderen Fall nicht verstehen. Das alles gilt ja in unserem Land für Schweizer KMU ebenso. Aber das sind die Spielregeln der bilateralen Verträge und der Personenfreizügigkeit, wie sie zwischen der EU und der Schweiz vereinbart worden sind.

Nationalrat Hans Rudolf Gysin. |  |
Denn: Bei der aktuellen Diskussion über die Grenzbäume hinweg darf nicht vergessen werden, dass auch Schweizer KMU, die im Elsass oder im südbadischen Raum tätig sind, die in den beiden Ländern geltenden, oft auch komplizierten Bestimmungen ebenso strikte einzuhalten haben – oder dann eben Sanktionen zu gewärtigen haben.
Für mich entscheidend bei diesen allseits geltenden Spielregeln ist: Nur deren Einhaltung diesseits und jenseits der Grenzlinien garantiert für alle Marktteilnehmenden im Dreiländereck tatsächlich gleichlange Spiesse in einem harten Wettbewerb. Dass dabei im Laufe der Zeit Vereinfachungen noch denkbar und sinnvoll sind, steht ausser Frage. Doch derzeit gilt, was Gesetz und Abmachung sind – für alle.
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