Konstruktive Zusammenarbeit mit KMU-Wirtschaft
20.09.06 - 08:00 / Autor: Nationalrat Hans Rudolf Gysin
Liestal - Auch wenn die Wirtschaftskammer Baselland Verständnis für den Rücktritt von Regierungsrätin Elsbeth-Schneider-Kenel aufbringt, so bedauert der Kantonalverband der Baselbieter KMU-Wirtschaft dennoch den vor kurzem bekannt gegebenen Rücktritt der Baselbieter Bau- und Umweltschutz-Direktorin auf Ende der Legislatur-Periode.

Regierungsrätin Elsbeth Schneider. |  |
Zum Rücktritt von Regierungsrätin Elsbeth Schneider-Kenel Konstruktive Zusammenarbeit mit KMU-Wirtschaft
Es war Elsbeth Schneider-Kenel in den vergangenen über 12 Jahren ihrer Amtstätigkeit immer ein Anliegen, im Rahmen einer konstruktiven Zusammenarbeit auch die berechtigten Interessen und Bedürfnisse der Baselbieter KMU-Wirtschaft angemessen zu berücksichtigen.
Die Wirtschaftskammer wünscht nun der CVP Baselland eine glückliche Hand in der Nomination einer entsprechenden Nachfolge, welche die bisherige Kontinuität wahrt.
Gleichlautendes Beschaffungs-gesetz an die Hand genommen Herausragende Verdienste hat sich Elsbeth Schneider-Kenel unter anderem damit erworben, dass sie federführend die Einführung eines in Basel-Stadt und Baselland gleichlautenden Beschaffungsgesetzes an die Hand genommen hat. Dies in enger Zusammenarbeit mit den Basler Behörden, aber auch mit dem Gewerbeverband Basel-Stadt unter der damaligen Leitung von Christoph Eymann – heute Basler Regierungsrat – und der Wirtschaftskammer Baselland mit ihrem Direktor, Nationalrat Hans Rudolf Gysin.
Dieses Beschaffungsgesetz darf denn auch als Meilenstein mit Signalwirkung für die ganze Schweiz bewertet werden.
Eigenverantwortung der KMU einbezogen Ebenso ist es das grosse Verdienst von Elsbeth Schneider-Kenel, dass sie im Rahmen der notwendigen Anpassungen der Umweltschutzgesetzgebung nach dem Subsidiärprinzip schwergewichtig die Selbstverantwortung der einzelnen KMU-Branchen und ihrer Verbände einbezogen hat, die dadurch – beispielsweise in der umweltgerechten Abfallbewirtschaftung – in Eigenverantwortung wegweisende Entsorgungskonzepte initiiert haben und diese seit Jahren umsetzen.
Die Wirtschaftskammer verhehlt allerdings nicht, dass im Zusammenhang mit den teils sehr unterschiedlichen Aufgaben und Zielsetzungen eines Regierungsmitgliedes und eines Wirtschaftsverbandes auch Konflikte entstanden sind, die jedoch in bewährter Baselbieter Streitkultur offen ausgefochten und schliesslich auch erledigt worden sind.
Beste Wünsche der Wirtschaftskammer Die Wirtschaftskammer wünscht Regierungsrätin Elsbeth Schneider für die Zukunft einen erfüllten und befriedigenden «Un-Ruhestand» mit neuen, aber hoffentlich auch etwas weniger hektische Aufgaben. Ebenso wünscht die Wirtschaftskammer der CVP Baselland eine glückliche Hand in der Nomination einer Nachfolge, welche die erforderliche Kontinuität in der Regierung wahrt. HRG.
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