Wer A sagt, muss auch B sagen
30.05.07 - 15:30 / Autor: Nationalrat Hans Rudolf Gysin
Basel/Liestal - Man mag über die Zusammenlegung der Rheinhäfen in Baselland und Basel-Stadt in guten Treuen geteilter Meinung sein: Klar ist aus Sicht der Wirtschaftskammer, dass diese «Fusion» angesichts der wachsenden Konkurrenz aus dem Ausland unbestreitbare Vorteile hat. Entscheidend für mich ist dabei, dass einer der grossen wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren unserer Region – die Güterverkehrs-Drehscheibe – insgesamt gestärkt wird, zumindest im Bereich Schifffahrt. Wir verdanken diesem jahrhundertealten Vorteil wirtschaftliche Prosperität und Bedeutung.

Nationalrat Hans Rudolf Gysin. |  |
Allerdings: Wer A sagt muss auch B sagen – will heissen: Es genügt natürlich nicht, unsere Rheinhäfen wirtschaftlich zu stärken und dabei das unweigerlich notwendige zweite Standbein aus nebulöser ideologischer und bundespolitischer Kurzsichtigkeit einfach unter den Tisch zu wischen. Ich meine damit die Fortsetzung der Güter-Transportkette auf der Strasse und auf der Schiene.
Wenn immer mehr Milliarden in den Bau der Neat gesteckt werden, so ist es aus meiner Sicht sträflicher Unsinn, wenn ausgerechnet der Übergang vom Rhein auf Strasse und Schiene in unserer Region nicht ebenso berücksichtigt und gesichert wird. Wie soll denn zum Beispiel die Verlagerung auf die Schiene in Richtung NEAT funktionieren, wenn die notwendige Infrastruktur – zum Beispiel der Wisenbergtunnel – in Bern in Suppenkaspar-Manier strikte verzögert wird? Umdenken tut not!
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