Deutsche Gäste im Bundeshaus
27.03.06 - 08:00 / Autor: Markus Meier
Bern - Im Bundeshaus eher ungewohnte Gäste aus dem benachbarten Deutschland empfing Nationalrat Hans Rudolf Gysin am Tag des Frühlingsbeginns in der altehrwürdigen «Zentrale» des Schweizer Staatswesens: Der Vorstand der Handwerkskammer Freiburg i.Br. besuchte die Frühjahrssession und nutzte diese Gelegenheit, um nicht nur die Spielregeln des eidgenössischen Parlamentes kennen zu lernen, sondern auch um Kontakte mit Vertretern der schweizerischen KMU-Wirtschaft zu pflegen.

Vor den «Eidgenossen» (v. l.): Hermann Aichele, Paul Baier, Werner Baas, Rainer Botsch, Markus Roths, Walter Jermann, Andreas Schneider, Michael Wohlrabe, Martin Lamm, Hubert Knauber, Hans Rudolf Gysin, Otto Ganter, Brigitte Pertschy und Johannes Burger. |  |
Die als martialisch zu bezeichnende Architektur des Bundeshauses dürfte die Gäste aus Südbaden – angeführt von HWK-Präsident Martin Lamm und von Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Schneider – wohl etwas seltsam angemutet haben, als sie – nach dem Empfang im «Haus der Wirtschaft» und der Frühlingsfahrt im Extrabus nach Bern – schliesslich auf den Zuschauertribünen des Nationalratssaales die Fragestunde mit Bundesräten mitverfolgen konnten.
Spielregeln des Bundeshauses näher gebracht Gastgeber Hans Rudolf Gysin weihte beim anschliessenden Treffen im «Grünen Zimmer» des Bundeshauses die deutsche Delegation in die «Geheimnisse» und Spielregeln des schweizerischen Ratsbetriebes und des Zweikammer-Systems ein, das doch einige Parallelen zum deutschen System aufweist.
Schweizer KMU und deutsches Handwerk im Gespräch Die Diskussionsrunde wurde anregend aufgelockert durch Besuche von Ratsmitgliedern aus der schweizerischen KMU-Wirtschaft: Nationalrat Pierre Triponez, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Nationalrat Ruedi Lustenberger, neuer Zentralpräsident des Verbandes Schweizerischer Schreinermeister VSSM, und der Medienmanager Nationalrat Filippo Leutenegger führten mit den Gästen der Handwerkskammer Freiburg angeregte Gespräche über die Verbands- und Wirtschaftspolitik in den beiden Ländern.
Unter den Berner Lauben KMU-Geschäftsführer und Nationalrat Walter Jermann betätigte sich bei diesem Treffen quasi als «Bärenführer» durch das Bundeshaus und anschliessend bei einem kurzen Rundgang zu den schönsten Winkeln der Berner Altstadt: Marktgasse, Kramgasse, Zytglogge und Berner Münster.
Das gemeinsame Nachtessen bildete zum Abschluss des Bundeshaus-Besuches den gediegenen Rahmen, um die langjährigen freundschaftlichen Beziehungen zu vertiefen, die im September 2004 im Rahmen der «Baden Messe» in Freiburg i.Br. mit einem einmaligen Partnerschaftsvertrag – unter der Schirmherrschaft des damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel und des Baselbieter Regierungsrates Adrian Ballmer – besiegelt worden war.
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