Wo liegt denn beim Bausparen das Problem?
01.09.06 - 08:00 / Autor: Nationalrat Hans Rudolf Gysin
Liestal - Unverständlich am Bauspar-Thema ist derzeit eigentlich nur, dass – trotz klarer Ergebnisse der Gfs-Meinungsumfrage und unserer Studie – die linksgrüne Seite im Parlament und ein beachtlicher Teil der (auch bürgerlichen) kantonalen Finanzdirektoren noch immer Skepsis bis Ablehnung gegenüber dem Bausparen zeigen.

Nationalrat Hans Rudolf Gysin. |  |
Dabei treten zwei geradezu als Phänomene zu wertende Grundhaltungen zutage. Zum einen der immer noch bei etlichen Finanzdirektoren vorherrschende Grundsatz, dass steuerliche Anreize nicht Aufgabe des Staates sein können und damit tunlichst zu vermeiden sind – selbst wenn damit unter dem Strich der Fiskus erheblich profitieren könnte. Zum andern die ideologische Sturheit, dass selbstbewohntes Wohneigentum nur dem «Klassenfeind» nützt. Wo käme man denn hin, wenn der Staat den Mieterinnen und Mietern die Chance bietet, den Traum vom Eigenheim zu realisieren?
1,5 Milliarden Franken Wertschöpfung – in erster Linie für die KMU-Wirtschaft – würde eine schweizweite Einführung des Bausparens nach dem Baselbieter Modell bringen. Ein immenser Investitionsschub also, der zu einem grossen Teil zusätzlich ausgelöst würde und vor allem der KMU-Wirtschaft wichtige Impulse, sichere Arbeitsplätze und auch mehr Lehrstellen bringen würde. Und auch der Staat könnte von dieser Investition erheblich profitieren. Wo liegt eigentlich das Problem?
Kontakt:
Nationalrat Hans Rudolf Gysin Direktor Wirtschaftskammer Baselland Tel. +41 61 927 65 00 / +41 79 423 56 63
zurück
|