Wirtschaftskammer Baselland Wirtschaftskammer Baselland
Harsche Kritik an VCS-Verbandsbeschwerden
14.06.06 - 17:00 / Autor: Dany G. Waldner

Liestal - Für 9 von 10 Teilnehmende an einer schriftlichen Meinungsumfrage der Wirtschaftskammer Baselland ist klar: Allen voran der VCS "missbraucht" sein Verbandsbeschwerderecht eindeutig. Insgesamt 96 Prozent der weit über 2000 Antwortenden verlangen ausserdem eine Änderung des heute geltenden Verbandsbeschwerderechts: Für 52 Prozent müsste es "ganz abgeschafft" werden, 44 Prozent fordern zumindest eine Reduktion auf ein "erträgliches Mass". Zu diesem Ergebnis kommt eine nicht repräsentative Meinungsumfrage der Wirtschaftskammer Baselland, die Ende April im "Standpunkt der Wirtschaft" - dem Informationsmagazin der Wirtschaftskammer - lanciert und einem etwas erweiterten Empfängerkreis zugestellt worden war. Die Ergebnisse der Umfrage wurden in der heute erschienenen "Standpunkt"-Ausgabe Nr. 197 im Detail publiziert.


Überraschend am Resultat dieser Meinungsumfrage ist aus Sicht der Wirtschaftskammer die hohe Zahl der Antwortenden. Mit weit über 2000 zurückgesandten Antwortkarten wurden die Erwartungen der "Standpunkt"-Redaktion deutlich übertroffen. Auch wenn die Umfrage nicht als repräsentativ bezeichnet werden kann, so widerspiegelt sie - aufgrund des starken Rücklaufs - dennoch ein interessantes Stimmungsbild aus der Region: Insbesondere die vom VCS beider Basel im Zusammenhang mit dem Ausbauprojekt im Prattler Einkaufszentrum "Grüssen" lancierten Beschwerden zum Verkehrs- und Parkier-Management stossen in der Bevölkerung und in der regionalen KMU-Wirtschaft offensichtlich auf überaus harsche Kritik. Dies unterstreichen speziell auch die weit über 800 persönlichen Aussagen und Kommentare, die auf den Antwortkarten notiert worden sind.

Nicht minder aufschlussreich sind auch die Ergebnisse zu den drei weiteren Fragen aus der Meinungserhebung: Für 84 Prozent der Antwortenden ist das Auto unentbehrlich für grössere bzw. schwerere oder voluminösere Einkäufe. Gar 92 Prozent sind überzeugt, dass Parkplatzreduktionen und amtlich erzwungene Parkplatzgebühren in Einkaufszentren nicht etwa vermehrt zum Umsteigen auf den öV motivieren, sondern in erster Linie mehr Staus und Suchverkehr im Umfeld der Zentren verursachen. 73 Prozent der über 2000 Antwortenden erwarten schliesslich, dass amtlich erzwungene Parkplatzgebühren im Bereich von CHF 2.-/Stunde lediglich dazu führen, dass Kunden abwandern - laut individuellen Aussagen wohl mehrheitlich in Einkaufszentren im nahen Ausland.







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