Medienkonferenz: «JA zum Messezentrum Basel 2012»
03.09.08 - 10:00 / Autor: Christoph Buser
Liestal, 2. September 2008 - Die Messe Schweiz ist das mit Abstand bedeutendste Messe- und Kongressunternehmen unseres Landes und eines der führenden in Europa. Das Unternehmen hat mit seinem Messe- und Kongressbetrieb am Standort Basel für die gesamte Region und teilweise darüber hinaus eine enorme volkswirtschaftliche Bedeutung. Um auch weiterhin von Aufträgen und nachhaltiger Wertschöpfung zu profitieren sowie die 2'500 Arbeitsplätze und 185 Mio. Franken Ausgaben im Baselbiet zu sichern, brauchen wir das «Messezentrum Basel 2012».

Ja zur Messe: Medienkonferenz in Liestal mit (v.l.) Ständerat Claude Janiak, Regierungsrat Peter Zwick, Peter Holenstein, Messe Schweiz AG, und Landrat Christoph Buser. |  |
Der Kampagnenleiter, Landrat Christoph Buser, wies darauf hin, dass es sich bei der bevorstehenden Abstimmung über den Messeneubau um eine für den Wirtschaftsstandort Baselland äusserst wichtige Abstimmung handle. Die Messe Schweiz habe mit seinem Messe- und Kongressbetrieb am Standort Basel für die gesamte Region - und insbesondere für die KMU - eine enorme volkswirtschaftliche Bedeutung. Beim Projekt «Messezentrum Basel 2012» gehe es vor allem darum, die wirtschaftlich bedeutenden Eigenmessen wie die BASELWORLD in Basel halten zu können. Es gelte, die hohe Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze mittels lohnenden Investitionsbeiträgen sicherzustellen und diesen wichtigen Wirtschaftsmotor in der Region zu halten, so das Fazit von Buser.
Peter Holenstein, Mitglied der Konzernleitung der Messe Schweiz, betonte in seinen Ausführungen, dass insbesondere die regionalen KMU direkt vom Projekt «Messezentrum Basel 2012» profitieren können. So wird der Hallenneubau durch einen Totalunternehmer realisiert werden, für welchen die Messe Schweiz verbindliche Vergaberichtlinien erstellt hat. Somit muss die Arbeits- und Auftragsvergabe wenn immer möglich an Beauftragte, Subunternehmer und Lieferanten in der Region Basel-Stadt und Basel-Landschaft erfolgen.
Dass die Messe Schweiz und der Kanton Basel-Landschaft in einer speziellen Verbindung stehen, erläuterte Regierungsrat Peter Zwick. So habe der Kanton Basel-Landschaft, der aktuell 7.8% des Aktienkapitals der Messe Schweiz hält, ein Mitbestimmungsrecht in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Dies sei insofern von zentraler Bedeutung, als dass die Wahrnehmung der öffentlichen Interessen nicht alleine auf das Unternehmen und die privaten Aktionäre übertragen werden könne, erklärt Zwick. Ausserdem zeichne sich die Messe Schweiz im Gegensatz zu ihren Konkurrenten durch eine hohe Eigenfinanzierung aus, indem sie sich mit über 75% selbst an den Projektkosten des geplanten «Messezentrums Basel 2012» beteiligen kann. In Genf und Bern trügen die Betriebsgesellschaften jeweils nur gerade 50 bis 60% der Infrastrukturkosten, wobei die neuen Messegelände in München und Stuttgart praktisch zu 100% durch die öffentliche Hand finanziert werden, so Zwick.
Was eine Annahme durch die Baselbieter Bevölkerung am 28. September 2008 zur Folge haben würde, zeigte Ständerat Dr. iur. Claude Janiak, auf. Nebst der Erhaltung von rund 2'500 Arbeitsplätzen und der Sicherstellung der rund 185 Mio. Franken, die aufgrund der Messeaktivitäten jährlich im Kanton Basel-Landschaft ausgegeben werden, wird sichergestellt, dass das Baselbiet auch zukünftig von Aufträgen und nachhaltiger Wertschöpfung profitieren kann. Alleine die BASELWORLD bringt dem Baselbiet jährlich 300 Millionen Franken; "und das zu verlieren können wir uns nicht leisten", so Janiak. Des Weiteren änderten Privatwirtschaftlichkeit und Börsenkotierung nichts am grossen volkswirtschaftlichen Nutzen der Messe sowie am öffentlichen Interesse, diesen Nutzen in der Region halten zu wollen.
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