Wirtschaftskammer Baselland - Export-Seminare für regionale KMU
Wirtschaftskammer Baselland Wirtschaftskammer Baselland
Export-Seminare für regionale KMU
10.01.05 - 08:00 / Autor: Edi Borer

Liestal - Für viele KMU – speziell in der Region Nordwestschweiz – bietet die Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit auch in ausländische Märkte neue Chancen. Doch häufig fehlt diesen Firmen das unerlässliche Basis-Know-how, um (teure) Stolpersteine zu vermeiden. Die EU-Beratungsstelle der Wirtschaftskammer Baselland bietet deshalb in diesem Jahr ein strikt praxisorientiertes Aus- und Weiterbildungsprogramm an, das in Zusammenarbeit mit der «School for International Business» (SFIB) ausgeschrieben wird. Worum geht es dabei?


Im «Haus der Wirtschaft» wird im 2005 ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsprogramm für exportinteressierte KMU in der Region durchgeführt (Foto: ebo.)

Im «Haus der Wirtschaft» wird im 2005 ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsprogramm für exportinteressierte KMU in der Region durchgeführt (Foto: ebo.)

Der «standpunkt» hat deshalb Thomas Schaumberg, Leiter der EU-Beratungsstelle der Wirtschaftskammer, sowie Christoph Lang und Rolf Lüthi, Geschäftsführer der im Rahmen eines Partnerschaftsvertrages mit der Durchführung der Seminare beauftragten «School for International Business», über Ziel und Inhalte des Seminarprogramms befragt.

«standpunkt»: Thomas Schaumberg, welche Absichten stehen hinter dem neuen Projekt der EU-Beratungsstelle, nun auch exportorientierte Schulungskurse anzubieten?
Thomas Schaumberg:
Der Export spielt in der Region Nordwestschweiz – auch aufgrund seiner geographischen Lage – traditionell eine grosse Rolle. So erzielen viele Firmen einen beachtlichen Umsatzanteil aus dem Handel mit dem Ausland – sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite. Es sind aber nicht nur die Grosskonzerne aus dem Pharma- und Industriebereich, die die Auslandsmärkte erfolgreich erschlossen haben.

In zunehmendem Masse bieten ausländische Märkte auch unserer KMU-Wirtschaft die attraktive Chance für neue erfolgreiche Geschäfte – dies erst recht im EU-Raum nach den Veränderungen im Bereich Personenverkehr und nach der Erweiterung um zehn weitere Oststaaten.

«Ausländische Märkte sind für die KMU-Wirtschaft eine Chance für  neue
erfolgreiche Geschäfte.»

Wo liegt denn dabei das Problem für unsere KMU-Wirtschaft?
Aus zahlreichen Beratungsgesprächen mit unseren KMU weiss ich, dass aufgrund der Veränderungen in Europa und des stagnierenden Heimmarktes für viele der Export  an Bedeutung gewonnen hat.  Hier möchten wir ansetzen und konkrete Unterstützung bieten: durch entsprechenden Know-how-Transfer. Der Gang ins Ausland soll ja top - und nicht zum Flop - werden.
Der Einstieg in internationale Märkte muss deshalb vor allem von jenen KMU besonders sorgfältig abgewogen und vorbereitet werden, die sich bisher auf die Heimmärkte konzentriert haben. Denn der Schritt ins Ausland birgt einige Stolpersteine und Risiken, die allerdings mit entsprechendem Know-how weitgehend vermieden werden können. Diesen Know-how-Transfer wollen wir im Rahmen unserer Dienstleistungsverpflichtung für grenzüberschreitende Tätigkeit mit einer fundierten, strikt auf die Praxis ausgerichteten, Seminarreihe vermitteln. Wir sind deshalb per 1. Januar 2005 eine Partnerschaft mit der School for International Business (SFIB) eingegangen. Sie zeichnet für die Organisation und fachliche Qualität dieser Seminarreihe verantwortlich.

Weshalb die Partnerschaft mit einer externen Aus- und Weiterbildungs-Institution?
Wir haben mit der SFIB – sie ist ja aus der vom Bund mit der Exportförderung beauftragten Osec hervorgegangen – einen Partner gefunden, der über ein sehr grosses Know-how in Exportschulung verfügt und damit Gewähr bietet, dass unser Weiterbildungsziel optimal erfüllt wird.

Welche Vorteile bringt diese Zusammenarbeit aber den Mitgliedern der Wirtschaftskammer?
Sie kommen in den Genuss von intensiven Praxisseminaren, die von ausgewiesenen Aussenwirtschafts- bzw. Import- und Export-Fachleuten geleitet werden. Die Seminare werden allesamt im Seminar-Zentrum im «Haus der Wirtschaft» in Liestal durchgeführt. Es verfügt über eine hervorragende Seminar-Infrastruktur, die sich für unsere Schulungen bestens eignet. Wir ermuntern im Übrigen unsere Mitglieder auch, uns oder die SFIB anzugehen, wenn sie Bedarf nach neuen Seminarthemen haben.

Aus der Zusammenarbeit mit der SFIB erwächst für die Wirtschaftskammer-Mitglieder überdies ein interessanter finanzieller Vorteil: Auf dem gesamten Export-Seminarprogramm, das die SFIB mit der Wirtschaftskammer durchführt, profitieren unsere Mitglieder mit einem speziellen Rabatt von 15 Prozent auf die Seminar-Gebühr.

«Die Schulung soll viel Export-Know-how vermitteln, das rasch und sicher in der Praxis umgesetzt werden kann.»

Christoph Lang und Rolf Lüthi, wo legen Sie als SFIB-Geschäftsführer die Schwerpunkte im neuen Seminarangebot für die exportinteressierten Nordwestschweizer KMU?
SFIB:
Mit der zunehmenden Globalisierung und der damit zusammenhängenden Verwischung der Grenzen hat die Exporttätigkeit noch mehr an Dynamik gewonnen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, bedingt dies für exportorientierte KMU, dass sie sich laufend mit aktuellem und vor allem praxistauglichem Wissen versorgen.

Wir haben deshalb in einer intensiven Arbeitstagung mit der Geschäftsführung der EU-Beratungsstelle die Themen des Programms festgelegt. Das Ziel war, die spezifischen Bedürfnisse der Nordwestschweizer KMU für den Export möglichst umfassend abzudecken.

Das heisst: Die Schulung soll den Teilnehmern viel Export-Know-how vermitteln, das sie rasch und sicher in der Praxis umsetzen können. Die Seminar-Inhalte werden übrigens in Koordination mit der Wirtschaftskammer laufend überprüft und angepasst bzw. ausgebaut.

Wie sieht ganz konkret das Export-Seminarprogramm 2005 aus?
Wir organisieren in diesem Jahr in Liestal zunächst vier Tages-Seminare: In der zweiten Hälfte Februar zum Thema «Erste Schritte in den EU-Raum». Ende April behandeln wir die Besonderheiten des Beschaffungs- und Absatzmarktes China. Mitte Juni folgt als brennendes Thema «Die Mehrwertsteuer in der EU». Ende August geht es um praktische Übungen zu «Zoll- und Versandpapieren» und Mitte November führen wir einen dreitägigen Kurs durch mit dem Thema «Zoll-Seminar für Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter».







zurück

Login «mykmu.org»
   Benutzer:
   Passwort:
Das Wetter in Liestal:
 
leichter Regen
Aktuelle Temp.: 13 °C
Temperatur Min.: 8 °C
Temperatur Max.: 19 °C
leichter Regen
zurück nach oben Seite drucken  Seite empfehlen  
AGB FAQ mykmu.org Sitemap Home