(T)EURO – Chance für Schweizer KMU
27.08.07 - 14:00 / Autor: Lorenz Rudin, EU-Berater
Liestal - Des einen Freud – des anderen Leid. Der momentan hohe Euro-Wechselkurs macht Einkäufe von Schweizer Konsumenten beim deutschen oder französischen Nachbarn nicht mehr so interessant. Gleichzeitig macht der tiefe Frankenkurs Produkte und Dienstleistungen von Schweizer KMU für europäische Auftraggeber attraktiv.

Der Euro wurde zum (T)euro. |  |
Euro Höchststand Für einen Euro muss momentan stolze CHF 1.65 bezahlt werden. Dies bedeutet einen absoluten Höchststand für den Umrechnungskurs Franken – Euro. Für Schweizer Konsumenten ein klarer Nachteil bei ihrem Einkauf in den Nachbarländern. Der vermeintlich günstige Grosseinkauf wird durch den starken Euro um einiges relativiert.
Export-Zunahme Anders verhält es sich aus Sichtweise unserer deutschen und französischen Nachbarn. Möchten diese auf Produkte oder Dienstleistungen von Schweizer KMU zurückgreifen, können sie dank ihrem starken Euro um einiges günstiger zur Schweizer Qualitäts-Arbeit kommen. Seit Beginn des Anstiegs des Eurokurses Mitte 2006 haben die Waren-Exporte in die EU um 11.4 Prozent zugenommen. Diese Zunahme ist zu einem grossen Teil auf den günstigen Wechselkurs zurückzuführen. Aus europäischer Sicht stimmt momentan nicht nur die Qualität, sondern vor allem auch der Preis für Schweizer Produkte.
Preislich nicht verstecken Vermehrt machen sich auch Schweizer Handwerker und Dienstleistungserbringer den günstigen Wechselkurs zu Nutze und akquirieren erfolgreich Aufträge im Euroland. Vermeintlich hohe Preise sind nicht mehr länger ein Argument, um auf Schweizer Qualitätsarbeit verzichten zu müssen.
Geringerer administrativer Aufwand Die administrativen Kosten und Aufwände für Schweizer KMU bei der grenzüberschreitenden Auftragsabwicklung wurden mit der Einführung der bilateralen Verträge massiv reduziert. Ein Faktor welcher vor allem das Arbeiten in unseren Nachbarländern attraktiver macht. Vor der ersten Offerte oder Auftragsabwicklung in Deutschland oder Frankreich ist es ratsam, mit unserer EU-Beratungsstelle Kontakt aufzunehmen. Je nach Stand der Aktivitäten des KMU in Deutschland oder Frankreich empfehlen wir die Konsultation unserer Informationsbroschüre oder eine individuelle Beratung. Die Investition in eine umfassende Vorbereitung lohnt sich auf jeden Fall. Das Ziel der EU-Beratungsstelle ist es, Schweizer KMU gezielt und bedürfnisgerecht zu beraten, damit der Schritt über die Grenze zum Erfolg wird.
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