Wirtschaftskammer Baselland - Sehr gute Noten aus Brüssel
Wirtschaftskammer Baselland Wirtschaftskammer Baselland
Sehr gute Noten aus Brüssel
06.05.08 - 11:00 / Autor: Lorenz Rudin

Basel/Liestal - Der Erfolg der EU-Beratungsstelle für KMU der Wirtschaftskammer Baselland hat sich bis nach Brüssel weiter gesprochen. Deshalb wollte sich kürzlich Dirk Ahner, Generaldirektor für Regionalpolitik der EU, bei einem Besuch in Basel genauestens über die Schweizer EU-Beratungsstelle und über die Zusammenarbeit im trinationalen EU-Beratungsnetz informieren.


Delegationsgespräche (v.l.): Dirk Ahner, Cassius Braun, Konferenz der Kantonsregierungen; Eric Jakob und Veronique Bittner, Regio Basiliensis; Martin Weger und Regierungspräsident Guy Morin, Justizdepartement BS; Nationalrat Hans Rudolf Gysin

Delegationsgespräche (v.l.): Dirk Ahner, Cassius Braun, Konferenz der Kantonsregierungen; Eric Jakob und Veronique Bittner, Regio Basiliensis; Martin Weger und Regierungspräsident Guy Morin, Justizdepartement BS; Nationalrat Hans Rudolf Gysin
Delegationsgespräche (v.l.): Dirk Ahner, Cassius Braun, Konferenz der Kantonsregierungen; Eric Jakob und Veronique Bittner, Regio Basiliensis; Martin Weger und Regierungspräsident Guy Morin, Justizdepartement BS; Nationalrat Hans Rudolf Gysin

Als Generaldirektor kümmert sich Dirk Ahner um die Umsetzung der Regionalpolitik der EU in allen 27 Mitgliedsstaaten. Speziell im Fokus von Dirk Ahner und der EU-Regionalpolitik stehen Grenzregionen wie die unsere am Oberrhein. Aufgrund seiner Kenntnisse der unterschiedlichsten Grenzregionen in Europa stellte der Gast aus Brüssel deutlich fest, dass die Grenzregion um Basel zu den vorbildlichsten gehört. Es gebe nicht viele Regionen, in welchen die grenzüberschreitende Arbeit so selbstverständlich sei und in der Regel so problemlos ablaufe.

Musterbeispiel EU-Beratungsnetz
Ein Musterbeispiel für diese problemlose und selbstverständliche Zusammenarbeit stellt das EU-Beratungsnetz für KMU am Oberrhein dar. Davon konnte sich Dirk Ahner an der Universität Basel im Rahmen einer Präsentation von Nationalrat Hans Rudolf Gysin bestens überzeugen. Beeindruckt war der EU-Generaldirektor vom praktizierten Informationsaustausch zwischen den deutschen und französischen Handwerkskammern und der Wirtschaftskammer Baselland, obwohl die KMU der drei Länder häufig in Konkurrenz zu einander stehen. Hans Rudolf Gysin erläuterte das «Rezept»: Ohne ein trinationales Beratungsnetzwerk käme es zu einer Einbahnstrasse, so dass nur französische und deutsche Handwerker in der Schweiz arbeiten würden. Zudem generiere das EU-Beratungsnetz in allen drei Ländern Mehrumsätze.

Nicht immer so harmonisch
Dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit nicht immer so harmonisch wie im EU-Beratungsnetz am Oberrhein funktioniert, wussten Guy Morin, Regierungspräsident Basel-Stadt, und Urs Wüthrich, Regierungsrat Baselland, zu berichten. Deren Feststellungen bestätigte Michael Reiterer, der Botschafter der EU in der Schweiz, welcher stark in die Gespräche zur Schweizer Unternehmensbesteuerung involviert ist.

Wichtige grenzüberschreitende Projekte
Beim gemeinsamen Mittagessen kamen alle Anwesenden zum Schluss, dass – gerade weil immer wieder Spannungen zwischen der Schweiz und der EU entstehen – grenzüberschreitende Projekte mit Schweizer Beteiligung sehr wichtig sind. Denn: Damit werde bei EU-Bürgern und EU-Organisationen gleichzeitig auch mehr Verständnis für die Schweiz und für den bilateralen Weg der Schweiz  erreicht. Was dieser Austausch bewirken kann, konnte man bei Dirk Ahner selber beobachten: Er betrachtete die ausgleichende Regionalpolitik der Schweiz als eine Art Vorbild für die Regionalpolitik der EU. Nebenbei konnte auch Dirk Ahner für sich einen Erfolg verbuchen: Es ist ihm mit seinem Besuch in Basel problemlos gelungen, bei den Teilnehmenden am Treffen das Vorurteil vom «bürokratischen» EU-Beamten in Brüssel zu beseitigen.







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