Wirtschaftskammer Baselland - Berufsbildung als partnerschaftliche Aufgabe
Wirtschaftskammer Baselland Wirtschaftskammer Baselland
Berufsbildung als partnerschaftliche Aufgabe
07.09.07 - 11:50 / Autor: Dany G. Waldner

Liestal - Im Regierungsgebäude in Liestal orientierten Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli, Vorsteher Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion Baselland, und Nationalrat Hans Rudolf Gysin, Direktor Wirtschaftskammer Baselland, über den kantonalen Leistungsauftrag an die Baselbieter KMU-Dachorganisation zur Durchführung der Berufsschau, die vom 17. bis 21. Oktober 2007 im Kultur- und Sportzentrum Pratteln stattfindet. Niklaus Gruntz, Vorsteher Amt für Berufsbildung und Berufsberatung Baselland, betonte, dass die Berufsbildung eine partnerschaftliche Aufgabe von Wirtschaft und Kanton ist. Landrat Urs Berger, Bereichsleiter Berufsbildung Wirtschaftskammer, gab einen kurzen Ausblick auf die bevorstehende Berufsschau.


Berufsschau 2007: die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kanton und der Wirtschaftskammer Baselland wird mittels "Shakehands" und Unterschriften bekräftigt (v.l. Nationalrat Hans Rudolf Gysin, Andreas Schneider

Berufsschau 2007: die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kanton und der Wirtschaftskammer Baselland wird mittels "Shakehands" und Unterschriften bekräftigt (v.l. Nationalrat Hans Rudolf Gysin, Andreas Schneider
Berufsschau 2007: die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kanton und der Wirtschaftskammer Baselland wird mittels "Shakehands" und Unterschriften bekräftigt (v.l. Nationalrat Hans Rudolf Gysin, Andreas Schneider

Die Baselbieter Regierung hat entschieden, auch die Berufsschau 2007 mit einem namhaften Betrag zu unterstützen. Damit erneuert der Kanton die seit 1999 bestehende erfolgreiche und bewährte Partnerschaft mit der Wirtschaftskammer Baselland in diesem Bereich. Am Freitag, 7. September 2007, wurde die entsprechende Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton Basel-Landschaft und der Wirtschaftskammer Baselland offiziell unterzeichnet. Seitens des Kantons unterschrieben Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli und AfBB-Vorsteher Niklaus Gruntz, seitens der Wirtschaftskammer Baselland Präsident Andreas Schneider und Nationalrat Hans Rudolf Gysin, Direktor. 

Hoher Stellenwert der Berufsbildung
Laut Bildungsdirektor Urs Wüthrich-Pelloli bietet die Berufsschau eine wichtige und mittlerweile unverzichtbare Orientierungshilfe: «In den meisten Sekundarschulen unseres Kantons ist die Berufsschau zu einem fixen Programm- und Orientierungspunkt der Berufswahlvorbereitung geworden.» Mit der Unterstützung der Berufsschau dokumentiert der Kanton laut Regierungsrat Wüthrich, wie wichtig und ernst ihm das Anliegen ist, dass möglichst viele Lehrstellen angeboten werden. Mit diesem Engagement der öffentlichen Hand sollen im Weiteren auch Betriebe animiert werden, Lehrstellen anzubieten. Der Kanton erwartet von den Berufsverbänden, dass sie ihre Berufe wie bisher praxis- und möglichst alltagsnah an der Berufsschau präsentieren. Gemäss der mit der Wirtschaftskammer – als verantwortlichem Veranstalter der Berufsschau – abgeschlossenen Leistungsvereinbarung müssen mindestens 140 verschiedene Lehrberufe präsentiert werden. Zudem ist es für den Kanton wichtig, dass alle Berufe sowohl jungen Frauen als auch jungen Männern offen stehen. Laut  Regierungsrat Urs Wüthrich haben die bisherigen Ausstellungen gezeigt, dass die Partnerschaft zwischen Kanton und Wirtschaft funktioniert, dass sich diese Partnerschaft lohnt und dass die Wirtschaftskammer die kantonalen Erwartungen jeweils nicht nur erfüllt, sondern in der Regel sogar übertrifft.

Weltweit einzigartiges duales Berufsbildungssystem
Es steht für Nationalrat Hans Rudolf Gysin – gerade auch in seiner Funktion als Direktor der Wirtschaftskammer Baselland – völlig ausser Frage, dass die Bildung eine zentrale Staatsaufgabe darstellt. Doch im Bereich der Berufsbildung stehen laut Gysin Wirtschaft und Staat in einer gemeinsamen Verantwortung. Deshalb werde er sich auch in Zukunft für das schweizerische Erfolgsmodell des dualen Berufsbildungssystems vehement einsetzen. Die Partnerschaft zwischen den Baselbieter Bildungsbehörden und der Wirtschaft funktioniert in der Berufsbildung seit Jahren vorbildlich und stellt ihrerseits ein Erfolgsmodell dar, betonte Gysin.  Gerade vor dem Hintergrund der gemeinsamen Verantwortung ist das finanzielle Engagement des Kantons zu Gunsten der Berufsschau für Gysin absolut vertretbar. Der überwiegende Teil der Aufwändungen für die Pratteler Berufsschau werden nach wie vor von den einzelnen Berufsverbänden und damit von der Privatwirtschaft getragen. Gysin wies in diesem Zusammenhang auch auf die enge Zusammenarbeit im Bereich der Lehrstellen-Verbünde hin, womit Kanton und Wirtschaft gemeinsam das Problem des Lehrstellenmangels rasch und wirkungsvoll auffangen. Wirtschaftskammer-Direktor Gysin dankte namentlich Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli und AfBB-Vorsteher Niklaus Gruntz für das kantonale Engagement und die erfolgreiche langjährige Zusammenarbeit.

Partnerschaft bringt Lehrstellen
Mit der Zusammenarbeit verfolgt der Kanton vor allem folgende Zielsetzung: «Möglichst alle Jugendliche – auch schwächere und schwierigere – sollen eine Lehr absolvieren können, um sich anschliessend in den Arbeitsmarkt integrieren zu können.»  Laut Niklaus Gruntz, Vorsteher Amt für Berufsbildung und Berufsberatung BL, beendeten in diesem Sommer 2'500 Jugendliche ihre Ausbildung in der Volksschule oder in einem Brückenangebot. 2'430 Jugendliche fanden eine Anschlusslösung, nur gerade 70 haben noch keine Lehrstelle oder eine Anschlusslösung gefunden. Dieses Ergebnis ist laut Gruntz bemerkenswert und konnte nur dank der engen Partnerschaft zwischen Bildungsbehörden und Wirtschaft erzielt werden.

180 Berufe an der Arbeit
Landrat Urs Berger, Bereichsleiter Berufsbildung Wirtschaftskammer Baselland, orientierte über die Berufsschau 2007, die vom 17. – 21. Oktober im Kultur- und Sportzentrum Pratteln stattfinden wird. Auf einer Gesamtfläche von 3'100 m2 werden 180 Berufe an der praktischen Arbeit präsentiert. 120 Aussteller teilen sich insgesamt 62 Standeinheiten. Erwartet werden über 30'000 Jugendliche.







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