38 neue Verbund-Lehrlinge willkommen geheissen
26.06.06 - 08:00 / Autor: Edi Borer, Redaktor
Liestal - Festliche Stimmung im grossen KV-Saal in Liestal: Der Lehrbetriebsverbund der Wirtschaftskammer Baselland hatte kürzlich zur Jahresveranstaltung für die Lernenden, deren Eltern sowie die Lehrmeisterinnen und Lehrmeister der Verbundlehrbetriebe eingeladen. Über 200 Gäste füllten den Saal bis auf den letzten Platz. Der besondere Anlass: Für 38 neue Verbundlehrlinge wurde der Lehrvertrag unterzeichnet – und erstmals der «Lehrlings-Award» verliehen.

Lehrlings-Award-Gewinnerin Jasmin Wiedmer (l.) mit ihrer Lehrmeisterin Anna Di Maio von der Lungenliga beider Basel. |  |
Rückblick und Ausblick einerseits und andererseits vertiefte Informationen zu den «Spielregeln» des Wirtschaftskammer-Verbundes waren die Inhalte des zweigeteilten Traditionsanlasses.
20 neue Lehrstellen geschaffen Der erste Teil war ganz den «Neuen» und ihren Eltern gewidmet. Urs Berger, Verbund-Pionier und Bereichsleiter Berufsbildung der Wirtschaftskammer, orientierte die neuen Lernenden und deren Eltern über die Besonderheiten einer Verbundausbildung und über die speziellen – auch anspruchsvollen – «Spielregeln» innerhalb der Wirtschaftskammer-Verbundorganisation.
Mit besonderer Freude hob Berger hervor, dass mit Beginn des neuen Lehrjahres insgesamt 38 neue Lernende in 12 Branchen zum Verbund gehören, 20 von ihnen in einer neugeschaffenen Lehrstelle und ebenso viele in Firmen, die bereits Verbundlehrlinge ausgebildet haben und sich weiterhin in dieser interessanten Ausbildungsform engagieren wollen.
Geradezu feierlich wurde die Stimmung im Saal, als schliesslich für die neuen Verbund-Lernenden die Lehrverträge unterzeichnet wurden.
Dank an Engagierte und Interessierte Im zweiten Teil des Anlasses trafen sich sämtliche Lernenden des Wirtschaftskammer-Verbundes mit den Eltern und den Ausbildenden aus den Verbundlehrbetrieben. Wirtschaftskammer-Direktor und Nationalrat Hans Rudolf Gysin liess es sich nicht nehmen, die über 200 Gäste persönlich zu begrüssen. Er hob die enorme Bedeutung der Berufsbildung für die KMU-Wirtschaft und die Gesellschaft hervor und dankte den am Verbund Beteiligten und Engagierten für den Einsatz – allen voran den Ausbildungsbetrieben, dem Verbundleiter Urs Berger sowie dem Baselbieter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung AfBB und seinem Leiter, Niklaus Gruntz, mit dessen aktiver Unterstützung der Lehrbetriebsverbund erfolgreich aufgebaut werden konnte.
Diesen Worten und dem Dank schloss sich auch Niklaus Gruntz an, der kurz den aktuellen Lehrstellenmarkt beleuchtete und dabei das Verbundmodell als echte Lehrstellenförderung wertete.
Urs Berger ging in seinem Rückblick auf das ablaufende Lehrjahr auf den insgesamt beachtlichen Leistungsausweis des Verbundes und der Lernenden ein. Berger stellte fest, dass punkto Notendurchschnitt die Ziele erreicht worden sind, bedauerte aber, dass dies bei den Absenzen nicht der Fall war.
80 Verbundlehrstellen in 70 Firmen Der im Jahre 2000 als Pilotprojekt gegründete Verbund der Wirtschaftskammer umfasst heute aktuell 80 Lehrstellen in insgesamt 16 Branchen und mit 70 Ausbildungsfirmen. Ein grosser Teil dieser Lehrstellen konnten erst dank der vor sechs Jahren eingeführten Verbundlehre geschaffen werden.
Grund genug für den Verbundbetreuer, allen Beteiligten – den Lernenden, den Eltern und den Ausbildenden in der Unternehmen – ebenfalls herzlich für ihr Interesse und Engagement zu danken – allen voran den frisch Ausgelernten, die in diesem Sommer alle die Abschlussprüfung mit Erfolg bestanden haben.
Erster Lehrlings-Award verliehen Eine Premiere erlebten die Gäste mit der Verleihung des ersten «Lehrlings-Awards», der an die völlig überraschte Jasmin Wiedmer, Kauffrau im 3. Lehrjahr, ging. In seiner Laudatio hob Berger hervor, dass bei diesem Award nicht die Schulnoten, sondern die persönliche Entwicklung, das Engagement, die Motivation und der Leistungswille des oder der Lernenden zählen. Qualifikationen, welche Jasmin Wiedmer in herausragender Weise unter Beweis gestellt habe.
Der anschliessende Apéro im KV-Foyer trug massgeblich dazu bei, die persönlichen Kontakte vor allem zwischen den Eltern und den Verbundbetrieben zu vertiefen.
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