Wirtschaftskammer Baselland - Im Salz-Bergwerk von Bex
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Im Salz-Bergwerk von Bex
05.02.07 - 08:00 / Autor: Urs Berger

Bex/Liestal - Der traditionelle «Betriebsfenster-Anlass» des Lehrbetriebsverbundes der Wirtschaftskammer Baselland Ende November 2006 war dem Thema Salz und dessen Gewinnung gewidmet – im Rahmen eines Ausfluges ins Salzbergwerk von Bex. Tief im Berg lernten die Jugendlichen eine andere Art von Arbeit kennen, die offensichtlich starke Eindrücke hinterliess, wie die Lernenden in ihren Berichten über den Ausflugstag und ihre persönlichen Erkenntnisse festhielten.


Tief im Berg folgen die Lernenden den Erklärungen des Führers, der humorvoll über die Salzgewinnung früher und heute erzählt.

Tief im Berg folgen die Lernenden den Erklärungen des Führers, der humorvoll über die Salzgewinnung früher und heute erzählt.

Die Salzmine von Bex ist – neben Rheinfelden/Schweizerhalle – die zweite in der Schweiz noch betriebene Anlage zur Salzgewinnung. Die Geschichte der Mine gehrt zurück bis ins 15. Jahrhundert, als Salz als rares und kostbares Gut noch mit Gold aufgewogen wurde. Die Salzmine im waadtländischen Bex (bei Aigle/ Monthey) ist zwischen April und Oktober öffentlich zugänglich und kann im Rahmen von spannenden Führungen durch das Bergwerk besichtigt werden.

Aus den Berichten der Lernenden
"Es war Samstag, alle waren müde und gespannt: «Wo werden wir wohl dieses Jahr hinfahren? Wird es wieder so interessant?». Wir harrten in der Kälte aus, und es ging nicht lange bis Urs Berger vor uns stand und uns sagte, wir werden ins Salzbergwerk nach Bex gehen. «Bex? Was ist das? Wieso gehen wir nicht nach Rheinfelden?» Gute Frage aber die Antwort war besser. Als wir in Bex ankamen, konnten wir noch nicht ahnen, welche Arbeit in diesem Berg steckte." B.E.

"Beim ersten Blick sah man noch nichts von einer Salzmine oder Werk. Nur ein kleiner, enger Durchgang der in einen Berg führte. Diesen Weg gingen wir auch entlang, und wir gelangten in einen dunklen Raum. Es sah aus, als wären wir in einem Museum. Der Bergführer war ein humorvoller launischer Mensch, der uns oft zum Lachen brachte. Aber zuerst hat er gebeten, uns auf die holzigen Bänke niederzulassen. Es folgte auf einer grossen Leinwand die Geschichte der Salzmine von Bex." K.K.

"Das Salzbergwerk von Bex besteht aus vielen Stollen, Schächten Treppen und riesigen Hallen. Die Gesamtlänge beträgt über 50 Kilometer und erstreckt sich bis unter die umliegenden Dörfer. Die Teilnahme an einer Führung, welche einige Kilometer durch dieses unterirdische Labyrinth führte, gab uns die Möglichkeit, die eindrücklichen und typischen Elemente der seit dem 17. Jahrhundert bis heute verwendeten Salzabbau- und Gewinnungsmethoden kennenzulernen." F.F.

"Das Ziel der Minenarbeiter war, die Minen auszugraben und die Gewinnung von Salz. Im 17. Jahrhundert hatte man noch keine Spitzmaschinen oder Steinbohrer, sondern Pickel, Hammer und Öllampen. Während den Arbeiten in den Minen erlagen viele Minenarbeiter ihren Schmerzen. Es wurden immer wieder neue Schächte ausgegraben, aber man wusste bis zum Schluss nie, ob sich auch in jedem dieser Schächte Salz befand." A.G.

"Die Gemeinsamkeit für mich liegt darin, dass ich durch einen Lehrabbruch und ein unnötiges 10. Schuljahr mehrere wichtige Jahre verloren habe. Aber schlussendlich hat es mir geholfen, mich zu entscheiden, in welcher Richtung meine Zukunft liegt. Den Zusammenhang zur Lehre begründe ich folgend: Arbeit macht sich bezahlt! Je mehr ich arbeite, desto tiefer wird mein Fachwissen über den kaufmännischen Beruf und desto mehr kann ich in meiner beruflichen Karriere erreichen." C.G.

"Ich fand diesen Ausflug ins Wallis sehr interessant und eindrucksvoll. Man hat gesehen wie viel Arbeit, Geduld und Sorgfalt es braucht, um das Salz bis zur Fertigung herzustellen oder eben zu gewinnen. Wenn man jedoch Fehler macht oder dann das Salz nicht richtig bearbeitet, geht das Ganze kaputt. So ist es auch bei uns in der Lehre: Es braucht viel Arbeit, Geduld und Sorgfalt, damit wir die Lehre erfolgreich und gut abschliessen." B.M.

"Für mich bestehen gleich zwei Zusammenhänge mit meiner Lehre: 1. Damit früher das Salz gewonnen werden konnte, musste man sehr hart arbeiten und über Durchhaltevermögen verfügen. So muss man auch bei einer Lehre hart arbeiten – sei es jetzt im Geschäft oder in der Schule." F.C.

"Ich finde, der Tunnel zeigt den Weg zum Ende der Lehre: Er ist sehr eng gewesen und lang und dunkel, doch es kam immer nach einiger Zeit ein Licht, das einem den Weg zeigte. Dies hat auch viel mit der Lehre zu tun: Dass manchmal eine Person kommt und Licht gibt, um den richtigen Weg zu zeigen, damit man sich nicht verläuft oder den falschen Weg einschlägt. S.M.
Fazit der Reise: Diesen Ausflug fand ich mal etwas anderes, und mir wurde bewusst was ich für eine tolle Arbeit habe – im Gegensatz zu den Minenarbeitern des 17. Jahrhunderts." N.G.







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