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Die Wirtschaft braucht mehr hoch qualifizierte Fachkräfte
03.02.12 - 10:47 / Autor: MWB

Die beiden Basel führen zusammen mit der Wirtschaftskammer Baselland, dem Gewerbeverband Basel-Stadt und der Handelskammer beider Basel unter dem Titel «Berufslehre plus Berufsmatur» eine zweijährige Imagekampagne durch.


Wirtschaft und Politik Hand in Hand: Christoph Buser, Urs Wüthrich, Christoph Eymann, Peter Malama und Franz Saladin (v.l.) starteten die auf zwei Jahre ausgelegte Imagekampagne «Beruflehre plus Berufsmatur». Die Kampagne soll die Berufsmatur-Quote erhöhen. BILD: ZVG

Wirtschaft und Politik Hand in Hand: Christoph Buser, Urs Wüthrich, Christoph Eymann, Peter Malama und Franz Saladin (v.l.) starteten die auf zwei Jahre ausgelegte Imagekampagne «Beruflehre plus Berufsmatur». Die Kampagne soll die Berufsmatur-Quote erhöhen. BILD: ZVG

Damit sollen mehr Jugendliche für eine Berufslehre mit Berufsmatur, die einen weiterführenden Studiengang an einer Fachhochschule ermöglicht, motiviert werden. Die Wirtschaft erhofft sich dadurch mehr hoch qualifizierte Fachkräfte.

Die Berufsbildungsbehörden und die Wirtschaftsverbände beider Basel ziehen an einem Strick. Christoph Eymann, Vorsteher des Erziehungsdepartements Basel-Stadt, Urs Wüthrich, Vorsteher der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion Baselland, Christoph Buser, designierter Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, Peter Malama, Direktor des Gewerbeverbands Basel-Stadt, und Franz Saladin, Direktor der Handelskammer beider Basel, lancierten Anfang Woche eine Kampagne zur Förderung der Berufsmatur in Kombination mit der Berufslehre.

Die Absicht ist klar: Die Wirtschaft ist auf mehr hoch qualifizierte Fachkräfte angewiesen, die ihr Metier von Grund auf kennen und eine vielversprechende Karriere ins Auge fassen. Eine Berufslehre in Kombination mit der Berufsmaturität ist das solide Fundament für alle lernbegierigen Jugendlichen, die Praxis und Theorie verbinden wollen und zur Erreichung ihrer Berufsziele ein Fachhochschulstudium anstreben.

Win-win-Situation
«Den Fachkräftemangel zu beklagen, nützt nichts», sagte Christoph Eymann. Abhilfe brächten neue Ausbildungsplätze für Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden.» Der etwas höheren Investition – die Lernenden mit Berufsmatur absolvieren ein grösserer Pensum in der Schule als die anderen – stünden die hohe Motivation, eine grössere Flexibilität und Leistungsbereitschaft sowie eine ausgeprägte Selbstständigkeit der Lernenden gegenüber. Davon profitiere der Lehrbetrieb.

Für den Baselbieter Bildungsdirektor hat der Wirtschaftsraum Basel als Ganzes ein Problem: «Wir fördern zu wenige schulisch starke Jugendliche über den Berufsbildungsweg.» Der Fachkräftemangel zeichne sich speziell in Berufen ab, wo hohe Anforderungen bezüglich Schulbildung, Kreativität, Flexibilität und ständiger Lernbereitschaft bestünden. Für Wüthrich stehen dabei Berufsfelder wie Informatik, Life Sciences, Gesundheit, Elektronik, Architektur und Ingenieurwesen im Vordergrund. Doch es betreffe auch gewerbliche Berufe, in denen später Verantwortung und Kompetenz für die Führung von Betrieben und Unternehmen gefragt sei. Für die beiden Bildungschefs kann die Rekrutierung dieser Fachkräfte im Ausland nicht die Lösung des Problems sein.

Aufwertung der Berufslehre

Für Christoph Buser stellt das duale Berufsbildungssystem mit der bewährten praxisorientierten Ausbildung nach wie vor ein Erfolgsmodell dar. «Doch die übliche Grundausbildung reicht in verschiedenen Bereichen nicht mehr aus. Das heisst, die höhere Berurfsbildung nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert ein und gewinnt rasant an Bedeutung. Wir müssen deshalb eine kluge, aber vor allem wirtschaftstaugliche Verbindung von Berufspraxis und Theorie herstellen», stellte Buser fest. Die Berufsmatur stelle für die Wirtschaftskammer auch eine wichtige Weichenstellung dar, damit die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung tatsächlich anerkannt und praktiziert werde.

Eine Berufsmaturitätsquote von Basel-Stadt und Basel-Landschaft über den schweizerischen Durchschnittswert haben die beiden Bildungsdirektoren als Ziel der Berufsmatur-Kampagne fixiert. Geworben wird dafür mit Plakaten, Inseraten und anderen Werbemitteln sowie mit zahlreichen Anlässen bei Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Unternehmen für die

Berufsmatur. Alle Informationen zu den verschiedenen Angeboten sind zu finden auf der Berufsmatur-Homepage.

 



weiterführende Links:

www.berufsmaturbb.ch


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