Nivellierung nach unten verhindern
18.08.09 - 02:57 / Autor: Urs Berger

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Rudolf Strahm, e. Nationalrat und e. Preisüberwacher, hat in seinem lesenswerten Sachbuch «Warum wir so reich sind» klar belegt, dass die duale Berufsausbildung auch in Zukunft der wichtigste wirtschaftliche Erfolgsfaktor für die Schweiz bleibt. Ganz klar: Wir müssen dazu Sorge tragen, dass für diese duale Berufsausbildung – neben quantitativen Überlegungen zur Zahl der Lehrstellen – vor allem das qualitative Niveau erhalten, ja weiter verbessert wird. Leider wird dieser wichtige Aspekt heute zunehmend geradezu populistischen Umtriebigkeiten geopfert: möglichst viele Lehrstellen und dabei auch ein zunehmendes niederschwelliges Anspruchsangebot sind in fast aller politischer Munde. Dabei wird unter den Teppich gekehrt, dass so die Gefahr einer qualitativen Nivellierung nach unten stattfindet. Und ebenso wird missachtet, dass unsere (KMU-)Wirtschaft in 10 oder 20 Jahren zum Beispiel mit einem Überangebot an Attestausgebildeten die an sie gestellten Anforderungen auf dem internationalen Markt nicht mehr erfüllen könnte. Es braucht zweifellos ein massgeschneidertes Angebot zum Beispiel an Attestausbildungsmöglichkeiten – aber nicht um jeden politischen Preis. Die wirklichen Zukunftschancen unserer Jugend und unserer Wirtschaft liegen jedoch weiterhin in einer anspruchsvollen, qualitativ hochstehenden Berufsausbildung nach dem dualen Prinzip. Das, und nur das, muss die Bildungsrichtschnur sein – angefangen bei der Grundschule über die Mittelschulen und die Berufslehre bis hin zum Fachhochschul-Abschluss.
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