Startschuss trifft auf Endspurt
23.08.10 - 04:47 / Autor: Fabienne Amrein
Am Samstag, 9. August 2010 war es wieder so weit: Das jährliche Startmeeting des KMU-Lehrbetriebsverbundes Baselland war angesagt. Neue sowie auch bereits bekannte Gesichter aus den rund 200 Verbundlernenden trafen aufeinander und waren gespannt, was sie erwarten wird. Den Anfang machte Urs Berger, Bereichsleiter Berufsbildung der Wirtschaftskammer Baselland, mit einer kurzen Begrüssung und mit einer Vorstellungsrunde.

Urs Berger erläutert für die neuen Lernenden die "Spielregeln" des Verbundes. |  |
Routiniert, aber auch scheu
Danach waren wir Lernenden an der Reihe. Wer sind wir? In welches Lehrjahr starten wir nun? Was sind unsere Hobbys? Mit dem Beantworten dieser Fragen stellte sich jeder Jugendliche kurz vor. Wie schon letztes Jahr war erneut zu sehen, dass die bereits erfahrenen Lernenden ohne Hemmungen in die Vorstellungsrunde starteten, während die neuen, noch scheuen Lernenden im Stillen wohl darauf hofften, sich nicht vorstellen zu müssen und einfach sitzen bleiben zu können. Dies wurde ihnen jedoch von keinem übel genommen, schliesslich waren auch wir noch vor gar nicht so langer Zeit in derselben Situation. Wir konnten nur zu gut verstehen, was in den Köpfen der Neuen vorging. Nun wurde das Wort an zwei Lernende übergeben, die im «Haus der Wirtschaft» lernen. Hauptsächlich ging es darum, den Neuen die positiven, aber auch die eher negativen Seiten der Lehre aufzuzählen.
«Dabei sein ist nicht alles» Hilfreiche Tipps, wie man die Lehre am ehesten ohne Probleme überstehen kann, wurden von den beiden Verbundlernenden ebenfalls weitergegeben. Wir «alten Hasen» im 2. und 3. Lehrjahr stimmten all den aufgezählten Punkten und Tipps zu. Einer der wichtigsten ist, dass man sich den Satz «Dabei sein ist nicht alles» gut merken soll. Umschrieben bedeutet er, dass man als Verbundlernender nicht denken darf, dass einem alles in den Schoss geworfen wird.>br>Um richtig ernstgenommen zu werden, muss man sich engagieren, sich integrieren, respektvoll miteinander umgehen und höflich bleiben – auch in Situationen in welchen einem dies vielleicht nicht gerade leicht fällt. Doch das gehört dazu. Wir alle mussten dies lernen und uns alle hat es weitergebracht.
Das Positive überwiegt deutlich Fliegender Wechsel: Nun waren wir Älteren wieder an der Reihe. Anhand einer Gruppenarbeit mussten wir über unsere wichtigsten Erfahrungen während der Lehrzeit berichten. Alles war zu hören, doch die positiven Erfahrungen übertrafen deutlich die negativen. Dies war bestimmt eine kleine Motivation für die Neuen, die noch den ganzen Weg vor sich haben.
Als hätte die Lehre erst gestern begonnen Für einige der Verbundlernenden war dies das «letzte erste Meeting». Für sie – auch für mich – heisst es nun Endspurt. In gut 10 Monaten wird wiederum ein grosser Teil der Verbundlernenden die Lehre abschliessen – hoffentlich erfolgreich. Für einen anderen genauso grossen Teil ist dies erst der Anfang eines langen, teils steinigen, aber auch tollen Weges. Was ich aber allen neuen Lernenden versichern kann: Es wird ihnen in zwei Jahren vorkommen, als hätten sie erst gestern ihre Berufsausbildung begonnen. Plötzlich steht die grosse entscheidende Hürde bevor: die Lehrabschlussprüfung. Jedoch ist die Motivation, diese erfolgreich absolvieren zu wollen, deutlich grösser als die Angst, diese Hürde nicht zu schaffen.
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