FDP Schweiz gegen Einheitskassen-Initiative
26.10.06 - 14:39 / Autor: Mario Stoppa (zVg.)
Bern - Die Initiative für die Schaffung einer einzigen Krankenkasse nivelliert die Krankenkassenprämien nach oben und torpediert die Qualität des schweizerischen Gesundheitssystems. Dies ist sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für das Personal im Gesundheitswesen schädlich. Es ist deshalb unverständlich, dass ausgerechnet die Personalverbände dieses Begehren stützen. Die Leistungsqualität im Gesundheitswesen muss beibehalten werden.
Mit ihrer Unterstützung der Einheitsbrei-Initiative schiessen die Personalverbände ein klassisches Eigentor. Eine Einheitskasse ist ein untaugliches, abenteuerliches Experiment. Die Initiative zeigt beispielsweise nicht auf, wie diese Einheitskasse konkret aussehen sollte und was dies für das Gesundheitswesen als Ganzes bedeuten würde. Absehbar wäre auf jeden Fall, dass Qualität und Verfügbarkeit von Gesundheitsleistungen und Arbeitsplätze im Gesundheitswesen in Frage gestellt würden.
Anstatt die Verantwortung an einen übermächtigen Krankenkassen-Moloch zu delegieren müssen vermehrt alle in der Gesundheitsverantwortung stehen, um die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen zu bremsen. Dies gelingt aber nicht dadurch, dass aus der Vielfalt an Krankenkassen ein Einheitsbrei gemacht wird.
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