Arbeitsproduktivität leicht angestiegen
28.09.09 - 08:29 /
In der Schweiz stieg die Arbeits-produktivität im zweiten Quartal 2009 erstmals seit Ende 2007 wieder leicht an. Die Unternehmen passten ihre Produktionskapazitäten aufgrund von Stellenreduktionen der Nachfrageflaute an.

Die Produktivität nimmt wieder zu. |  |
Der Stundenproduktivitäts-Index, welcher von BAK Basel Economics im Auftrag der Nachrichtenagentur SDA berechnet wurde, stieg auf 117,2 Punkte. Das ist ein leichtes Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die Autoren mitteilten. Im Vorjahresvergleich ergab sich immer noch ein kräftiger Rückgang von 1,8 Prozent. Verglichen mit dem ersten Quartal verlangsamte sich das Abwärtstempo aber. Von Januar bis Februar – auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise – brach die Stundenproduktivität in der Schweiz um sehr hohe 3,1 Prozent ein. Im zweiten Quartal passten die Unternehmen die Kapazitäten der deutlich tieferen Nachfrage an. Das Arbeitsvolumen ging im Vorjahresvergleich erstmals seit Ende 2002 zurück. Dazu trug laut BAK Basel Economics auch die deutliche Zunahme der Kurzarbeit bei. Das Arbeitsvolumen sank im zweiten Quartal um 0,4 Prozent zum Vorquartal. Im ersten Quartal hatte das Minus 0,2 Prozent betragen. Die Zahl der Arbeitsstunden ging von April bis Juni stärker zurück als die Produktion, weshalb im Vergleich zum Vorquartal unter dem Strich ein leichter Produktivitätsgewinn resultierte, wie BAK Basel Economics schreibt. Damit bestätigte sich ein bekanntes Muster: Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hinkt der Konjunktur stets hinterher. Entsprechend dürfte der Stellenabbau anhalten. Weitere Informationen aus der Medienmitteilung von BAK Basel Economics: www.bakbasel.com
zurück
|