Tatbeweis erbringen!
19.06.09 - 16:56 / Autor: Christoph Buser
Gleich vorweg: Es ist den Agglomerationsgemeinden zu danken, die jetzt zum Problem «Gewerbeparkkarte» eine einheitliche Lösung zumindest in Baselland anstreben, denn diese Karte und ihre Folgen beschäftigen unsere Gewerbetreibenden derzeit enorm.

Christoph Buser |  |
Es war ja keine partnerschaftliche Glanzleistung, als Basel seine mit Baselland nicht koordinierte Parkraumbewirtschaftung vom Zaune gebrochen hatte. Auch die Baselbieter Agglomerationsgemeinden sind nun gezwungen, eine eigene Parkraumbewirtschaftung zu organisieren. Pech für alle KMU in Stadt und Land: Sie müssen inskünftig zur Erledigung von Kundenaufträgen in der Stadt eine recht teure «Gewerbeparkkarte» lösen – immerhin steht sie allen Gewerblern, auch ausserhalb von BS, zur Nutzung offen. Ganz klar, dass auch die Baselbieter Gemeinden ein entsprechendes System für Gewerbebetriebe schaffen mussten bzw. müssen, dies allerdings mit einem riesigen «Pferdefuss»: Bisher hatte noch jede involvierte Gemeinde ihre eigene Karte im Visier. Und das hiesse in der Praxis: Jeder Betrieb, der in der Stadt, aber auch in den umliegenden Gemeinden Kundenaufträge zu erledigen hat, muss für jeden Einsatzort eine eigene Parkkarte beschaffen: Das ist unhaltbar bürokratisch und insbesondere teuer, denn die Kartenpreise liegen derzeit zwischen 200 und 300 Franken. Was man in Basel wohl nicht bedacht hatte: Von dieser unmöglichen Situation sind auch baselstädtische KMU mit Kundenaufträgen in BL betroffen. Es ist müssig, sich weiter über das neue Basler Parkierregime und seine Auswirkungen in der Region zu mokieren. Es ist Tatsache. Es gilt jetzt, eine für die regionale KMU-Wirtschaft möglichst einfache und kostenmässig verträgliche Lösung zu finden, die im Idealfall in beiden Kantonen einheitlich funktioniert – zumindest aber im Baselbiet mit seinen über 80 Gemeinden eine entsprechende Lösung bringt: eine gemeinsame, in allen Baselbieter Gemeinden gleichermassen gültige Parkkarte, die einfach bezogen werden kann und deren Kosten tief sind. Wir sind zuversichtlich, dass dieses Ziel mit gutem Willen und mit möglichst geringem bürokratischem Denken realisierbar ist. Es entspräche auch all jenen Beteuerungen, welche Gemeindevertreter z.B. an den GVs ihrer Gewerbevereine immer wieder abgeben: Sie seien sehr auf ihr Gewerbe angewiesen! Mit ihrer Bereitschaft für eine kantonal einheitliche Karte können die Kommunen jetzt den Tatbeweis für ihre Aussagen erbringen.
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