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Anstieg der Kurzarbeit gestoppt
27.05.09 - 12:46 / Autor: Quelle: Handelszeitung

Gemäss einer Umfrage der „Handelszeitung“ ist der bisher rekordschnelle Anstieg der Kurzarbeit in der Schweiz gestoppt worden. Vor allem im deutschsprachigen Teil stabilisiert sich die Anzahl der Gesuche. Nach wie vor ist die Zahl der Kurzarbeiter in der Schweiz so hoch wie nie seit Beginn der Krise. Im Kanton Baselland sind zur Zeit rund 3000 Angestellte von Kurzarbeit betroffen.




Gemäss der Berichterstattung der Handelszeitung kommen ermutigende Signale im Bezug auf die Abnahme der Gesuche um Kurzarbeit vor allem aus den Kantonen Bern, Zürich und St. Gallen, wo über ein Drittel der von Kurzarbeit betroffenen Angestellten beschäftigt sind. Die diversen positiven Einschätzungen werden von Johannes Rutz, Leiter des Amtes für Arbeit des Kantons St. Gallen, bestätigt. Er habe den Eindruck, dass sich die Kurzarbeitsgesuche vorerst auf dem gegenwärtig hohen Niveau halten würden. Zu Beginn des Jahres 2009 hatte es aus kantonalen Ämtern noch ganz anders geklungen. Das Arbeitsamt des Kantons Aargau sprach beispielsweise von einem explosiven Anstieg, den man in dieser Form noch nicht erlebt habe. Solche Entwicklungen sind in den vergangenen Wochen nun ausgeblieben.

Trotz dem Silberstreif am Horiziont wird die Finanzierung von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit unbestritten teuer. Die Arbeitslosenversicherung werde die festgeschriebene Verschuldungsobergrenze 2010 überschreiten, wie Serge Gaillard, Leiter Direktion für Arbeit im Seco, der Handelszeitung erklärte. Deshalb sei mit einer Beitragserhöhung 2011 zu rechnen, so Gaillard. Es ist zu hoffen, dass sich bis dahin die Konjunktur wieder erholt hat.

Gemäss der Umfrage der Handelszeitung gibt es bei der stagnierenden Anzahl Gesuche keinen Hinweis darauf, dass diese auf die Wirkungslosigkeit des Instruments Kurzarbeit zurückzuführen sei. Thomas Keller, Vorsteher des kantonalen Amts für Industrie, Gewerbe und Arbeit Baselland, konnte bisher nicht beobachten, dass Kurzarbeiter entlassen werden. Vielmehr scheinen die Betriebe laut Keller ihre Beschäftigtenzahl dank der Kurzarbeit zu halten. „Wir gehen davon aus, dass sie dies mit grosser Wahrscheinlichkeit noch mindestens bis im Sommer tun werden“, so Keller zur Handelszeitung.

Auch wenn eine Reihe von Kantonen nun positivere Signale aussendet, klingt es bei einzelnen weiterhin negativ, vor allem in der französischsprachigen Schweiz, wo die Arbeitslosenquote deutlich über dem schweizerischen Mittel von 3,5% liegt. So wurden im Kanton Jura allein in den ersten zwölf Tagen des Monats Mai 30 neue Gesuche für Kurzarbeit eingereicht. Auch im Kanton Neuenburg rechnet Lyne Humbert-Droz vom Arbeitsamt mit einer weiteren Zunahme der Gesuche.







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