«Energie-Bausparen»
20.09.06 - 08:00 / Autor: Edi Borer
Liestal - Die Mitte Juli dieses Jahres von der Wirtschaftskammer Baselland lancierte eidgenössische Volksinitiative zur gesamtschweizerischen Einführung des steuerbegünstigten Bausparens ist um ein ausgesprochen innovatives und attraktives Element erweitert worden: mit der Möglichkeit, für selbstbewohntes Wohneigentum energiesparende Investitionen mit Steuervergünstigungen anzusparen. Dieses neuartige «Energie-Bausparen» wurde am letzten Freitag im «Haus der Wirtschaft» den Medien vorgestellt.

«Energie-Bausparen» lanciert (v.l.): Nationalrat Hans Rudolf Gysin, Nationalrat Rolf Hegetschweiler und Nationalrat Robert Keller. |  |
An der Medienorientierung nahmen – neben Wirtschaftskammer-Direktor, Nationalrat Hans Rudolf Gysin – als Mitglieder der nationalrätlichen Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie auch Nationalrat Rolf Hegetschweiler, e. Präsident des HEV des Kantons Zürich, sowie Nationalrat Robert Keller, Präsident der Dachorganisation «bauenschweiz», teil.
Unter Berücksichtigung der immer wichtiger werdenden Energie-Zielsetzungen – Stichwort CO2 – und der steigenden Energiekosten ist es nicht nur ein klimapolitisches, sondern auch ein wirtschaftspolitisches Anliegen, Energiesparmassnahmen zu fördern: Mit dieser Einleitung stellte Hans Rudolf Gysin seine Innovation vor, wonach die kürzlich lancierte eidgenössischen Bauspar-Initiative mit dem «Energie-Bausparen» ergänzt werden soll.
Damit soll Wohneigentümern die Möglichkeit geboten werden, für grössere energietechnische Sanierungen ihrer Eigenheime ebenfalls steuerbegünstigt Kapital anzusparen. Dies mit etwa den gleichen «Spielregeln» wie für das Bausparen zum erstmaligen Erwerb von Wohneigentum – allerdings mit einer kürzeren Laufzeit von 10 Jahren und mit einer maximalen Obergrenze von jährlich 5000 Franken. Auch im «Energie-Bausparen» sind rigorose Bestimmungen gegen Missbrauch vorgesehen.
Sowohl Robert Keller als auch Rolf Hegetschweiler begrüssen aus ihrer Sicht diese Innovation, denn einerseits bringe sie zusätzliche wirtschaftliche Impulse und andererseits biete sie auch bestehenden Wohneigentümern die Möglichkeit, für grössere energiesparende Investitionen in ihr Wohneigentum attraktiv Kapital anzusparen. Hauptnutzniesserin ist jedoch die Ökologie, die mit dem «Energie-Bausparen» nachhaltige Verbesserungen erfährt, waren sich alle drei Referenten einig.
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