«Cooling Out – zur Paradoxie des Feminismus»
01.09.06 - 08:00 / Autor: lic.iur. Olivia Schibler
Muttenz - Die erst kürzlich im Kunsthaus Baselland lancierte Ausstellung «Cooling Out – Zur Paradoxie des Feminismus» öffnete Mitte August den KMU Frauen Baselland ihre Türen. Der Besuch der Ausstellung bot den Besucherinnen die Möglichkeit, sich mit der künstlerischen Auseinandersetzung zum Thema Feminismus zu befassen – ein Thema, das heute immer mehr in die Vergessenheit gerät, gerade bei jüngeren Frauen.

Nachbearbeitung: ausreichend Gesprächsstoff zur Ausstellung beim Nachtessen. |  |
Nach der Begrüssung durch Manuela Eichenberger, Präsidentin des Kunstvereins Baselland, führte Sabine Schaschl-Cooper, Direktorin des Kunsthauses Baselland, durch die Ausstellung und erläuterte die ausgestellten Werke. Der Abschluss des Abends bildete ein gemeinsames Abendessen im St. Jakobspark.
Viel Herzblut im Kunsthaus Manuela Eichenberger zeigte sich in Ihrer Begrüssung sehr erfreut über den Besuch der KMU Frauen im Kunsthaus Baselland. Als Präsidentin des Kunstvereins schilderte sie mit Herzblut die Anfänge des Kunstvereins bis zum heutigen Datum: Der Kunstverein widmet sich seit seiner Gründung 1944 der Organisation und Durchführung von Ausstellungen und somit der Förderung der Bildenden Kunst und des Kunstverständnisses. Im Juni 1997 ging mit dem Kauf eines ehemaligen Fabrikgebäudes in Muttenz ein lang gehegter Wunsch nach einem eigenen Ausstellungshaus – dem Kunsthaus Baselland – in Erfüllung.
Opfer des eigenen Erfolgs? Als Kuratorin und Direktorin des Kunsthauses amtet seit November 2001 Sabine Schaschl-Cooper. Vom ersten Augenblick an packte sie mit ihren Ausführungen zum Haus und insbesondere zur laufenden Ausstellung «Cooling Out – Zur Paradoxie des Feminismus» die Gäste.
Es scheint, so die Kuratorin, als sei die Emanzipation ein Opfer ihrer eigenen Erfolge geworden. Gerade bei jungen, sich selbst als emanzipiert verstehenden Frauen drohten Begriff und politische Ziele des Feminismus nicht nur in Vergessenheit, sondern sogar in Verruf zu geraten.
Reise durch die Ausdrucksformen des Feminismus Die Ausstellung zeige Künstlerinnen der «postfeministischen Generation», die sich mit ihrer eigenen Zwiespältigkeit gegenüber dem Thema Feminismus, seinen Erscheinungsformen und aktuellen Bedeutungen auseinandersetzen würden.
Dank den ausführlichen Erklärungen und Deutungen von Frau Schaschl wurde der Rundgang durch die Ausstellungsräume eine sehr interessante Reise durch die Ausdrucksformen zum Feminismus der Künstlerinnen und Künstler. Manches im ersten Augenblick nichtssagendes Ausstellungsobjekt bekam beim zweiten Hinschauen und Hinhören eine aussagekräftige Botschaft.
Im Anschluss wurde das Thema Feminismus unter den Mitgliedern der KMU Frauen beim Abendessen im Restaurant UNO im St. Jakobpark diskutiert und analysiert.
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