Dachdecker sind nicht einfach nur «Ziegelmonteure»!
12.05.04 - 08:00 / Autor: Kaspar Mosimann
Ormalingen/Liestal - Ordentliche Jahresversammlung des Verbandes Dach und Wand Baselland Ende April auf der «Farnsburg» ob Ormalingen: Präsident Andreas Bergamini durfte seine Verbandsmitglieder zum Sitzungsteil fast vollzählig im schönen Saal des bekannten Landgasthofes begrüssen. Während des «trockenen» statutarischen Teils hatten die Partnerinnen der Mitglieder Gelegenheit, den bestbekannten populärwissenschaftlichen Sachbuchautor Hans A. Jenny in Tecknau zu besuchen.

Das Einverständnis zu den Anträgen des Vorstandes ist offensichtlich. |  |
Souverän und multimedial unterstützt moderierte Präsident Andreas Bergamini die statutarischen Geschäfte, unter anderem das Traktandum Mutationen und Wahlen: Roland Hübscher und Fritz Dällenbach gaben den Rücktritt aus dem Vorstand bzw. der Paritätischen Kommission bekannt. Ihre Arbeit wurde mit einem Präsent herzlich verdankt. Als Nachfolger wurden Gabriel Cueni als neues Vorstandsmitglied sowie Vizepräsident Matthias Ritter als neues Mitglied der Paritätischen Kommission gewählt.
Personenfreizügigkeit erfordert Kontrollen Zentrale Themen der GV waren aber auch der neue Gesamtarbeitsvertrag und das neue, ab 1. Juni 2004 in Kraft tretende Gesetz über die Personenfreizügigkeit. Die Mitglieder waren geschlossen der Meinung, dass mit dem Personenfreizügigkeitsgesetz unbedingt Kontroll-Massnahmen gegen den Missbrauch getroffen werden sollten. Der Verband zeigt sich denn auch sehr einverstanden, dass sich die Wirtschaftskammer Baselland mit ihrer neugeschaffenen «Zentralen Paritätischen Kontrollstelle Baselland, ZPK» in dieser Problematik stark engagiert.
Heisse Diskussion um Dachdecker-Know-how Besonders heiss und engagiert diskutiert wurde das Arbeitsspektrum der Dachdeckerbetriebe. Dass sich Arbeitsbereiche in diversen Branchen überschneiden, ist naturgegeben. Die professionellen Dachdecker aber sind davon besonders betroffen, weil sich immer mehr branchenfremde Betriebe die Facharbeiten «unter den Nagel reissen». Immer mehr komme es vor, dass Dachdeckerarbeiten durch Zimmerei-Betriebe oder sogar Baugeschäfte ausgeführt würden, stellten die Verbandsmitglieder fest.
Es gelte für die Auftraggeber zu beachten, dass gerade der Dachdecker über fundierte Fachkenntnisse verfüge. Deshalb müssten diese fachspezifischen Arbeiten auch an den Spezialisten vergeben werden. Dachdecker sind nicht einfach nur «Ziegelmonteure», stellten die Mitglieder selbstbewusst fest. Der Verband fordert deshalb, dass Devis nicht von «Kopf bis Fuss» erstellt werden sollten, sondern dass die einzelnen Fachbereiche respektiert und das Know-how gewahrt werden muss.
Unterhaltender Ausklang Im Anschluss an die Verbandsgeschäfte traf man sich zum Apéro im berühmten Weinkeller, wo dann auch die Partnerinnen und Gäste dazu stiessen. Gemeinsam genoss man im Restaurant das festliche Nachtessen, bei dem herrliche Spezialitäten vom Farnsburgerhof aufgetischt wurden.
Vor dem Dessert erschien als Überraschungsgast der Liedermacher, Troubadour und Witze-Erzähler Fredy Schär, der das Publikum sofort in seinen Bann zog. Andreas Bergamini präsentierte auch einige Fotos der vergangenen Berufsschau, die vom Projektleiter Berufsschau, Markus Häfelfinger, fachmännisch kommentiert wurden.
Kontakt:
Kaspar Mosimann Verbandssekretär Tel. +41 61 927 64 36 / Fax +41 61 927 65 50
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