Wirtschaftskammer Baselland - Leicht rückläufige Entsendemeldungen im Baselbiet
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Leicht rückläufige Entsendemeldungen im Baselbiet
06.05.08 - 11:20 / Autor: Marcel W. Buess

Liestal - Matthias Ritter, der im vergangenen Jahr neugewählte Präsident des Verbandes Dach und Wand Baselland, meisterte seine erste Generalversammlung souverän und zielsicher. Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Funktionen bestätigt, und seitens des schweizerischen Dachverbandes verdankte Zentralvorstands-Mitglied Urs Spuler die Tätigkeit der aktiven Baselbieter Sektion.


Gelungene Premiere für Matthias Ritter

Gelungene Premiere für Matthias Ritter

In seinem ersten präsidialen Jahresbericht äusserte sich Matthias Ritter – neben Verbands-Internas – auch zur allgemeinen Wirtschaftslage: Auch wenn diese als insgesamt erfreulich bezeichnet werde könne, so sei die konkrete Situation für den einzelnen Gewerbetreibenden deshalb nicht einfacher geworden. «Sie erfordert von jedem mehr Wissen, Engagement und handwerkliches Geschick», betonte Ritter. Der starke Euro-Wechselkurs  lasse die preislichen Unterschiede zwischen der Schweiz und dem EU-Raum kleiner werden, was den Einkauf von Arbeit und Material aus dem grenznahen Ausland unattraktiver mache. «Trotzdem ist die Kontroll-Tätigkeit der Zentralen Paritätischen Kommission (ZPK) wichtig und nötig», hielt Ritter fest.

Über 140’000 Manntage
Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Jahr 2007 weniger Entsendemeldungen registriert. 2006 waren es rund 4'800 Meldungen, im letzten Jahr noch knapp 4'000. Verbandssekretär Kaspar Mosimann informierte die Mitglieder über die aktuellen ZPK-Zahlen: Seit Inkrafttreten des freien Personenverkehrs am 1. Juni 2004 gingen in unserem Kanton insgesamt nahezu 15'000 Meldungen von entsandten ausländischen Arbeitnehmern und Selbständigerwerbenden ein, die das Baselbieter Ausbaugewerbe betreffen. Damit seien bislang fast 145'000 Manntage ausgelöst worden – allein im letzten Jahr rund 37'000. Per 31. März 2008 seien im Bereich des hiesigen Ausbaugewerbes 1'985 ausländische Dienstleistungserbringer erfasst worden. Das Arbeitsvolumen sei, trotz des leichten Rückgangs im Vergleich von 2007 zu 2006, nach wie vor beachtlich und dürfe nicht nicht unterschätzt werden.

Über 2000 Baustellenkontrollen
Seit 1. Juni 2004 fanden im Baselbiet in den Bereichen Entsendungen, Schwarzarbeitsverdacht und öffentliches Beschaffungswesen insgesamt 1'956 Bausstellenkontrollen statt – im Jahr 2007 waren es über 800. Dabei wurden  2'029 Personen – 409 Selbständige, 1'620 Arbeitnehmer – kontrolliert. Diese Kontrollen lösten bislang über 300 Verfahren aus. 







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