Erste Bauunternehmer aus dem Ausland kontrolliert
17.06.04 - 08:00 / Autor: Daniel Spinnler
Pünktlich mit dem Inkrafttreten der erweiterten Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und der EU hat am 1. Juni auch die Zentrale Paritätische Kontrollstelle Baselland (ZPK) ihre Tätigkeit aufgenommen – mit der Kontrolle eines ersten Werkplatzes des Ausbaugewerbes im Oberbaselbiet.

Dienstag, 1. Juni, im Oberbaselbiet: ZPK-Kontrolleure befragen Mitarbeiter eines ausländischen General-Bauunternehmers. |  |
Die ZPK – die von den Sozialpartnern des Baselbieter Ausbaugewerbes geschaffene paritätische Selbsthilfe-Institution – klärt durch Kontrollen vor Ort ab, ob ausländische Bauunternehmer die in Baselland verbindlichen Gesamtarbeitsverträge und Arbeitssicherheitsbestimmungen des Ausbaugewerbes einhalten.
Aufgrund der vom Kantonalen Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) bereit gestellten Daten über Baustellen, verantwortliche Ansprechpartner und ausländische Arbeitnehmende wurden von ZPK-Baustellenkontrolleuren inzwischen verschiedene «ausländische Baustellen» im Baselbiet besucht. Teils wurden Stichproben vorgenommen, teils fanden umfassende Kontrollen mit ausführlichen Befragungen statt.
Kontrollen notwendig Die Bilanz der ersten Einsätze bestätigt die Notwendigkeit dieser vom Gesetz ausdrücklich vorgesehenen Kontrollmassnahmen. Sie haben das Ziel, Lohn- und Sozial-Dumping zu verhindern und damit für gleich lange Spiesse im Wettbewerb zwischen in- und ausländischen Leistungsanbietern auf schweizerischen Baustellen zu sorgen.
Baselland gehört zu jenen Kantonen, die frühzeitig eine intensive Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern angestrebt haben. Dank klarer Absprachen zwischen dem KIGA als staatliche Aufsichtsbehörde und den durch die privatrechtliche ZPK vertretenen Paritätischen Kommissionen konnten diese ersten Kontrollen problemlos durchgeführt werden.
Kontakt:
lic.rer.pol. Daniel Spinnler Geschäftsführer ZPK Projektleiter Wirtschaftskammer Baselland Tel. +41 61 927 64 48
zurück
|