Kontrollaktion gegen Schwarzarbeit
11.02.05 - 09:00 / Autor: Fredi Spinnler (*)
Liestal - Bei einer überraschend durchgeführten Kontrolle auf einer Grossbaustelle im Raum Sissach wurden gestern Donnerstag, 10. Februar 2005, die 27 anwesenden Bauarbeiter auf ihren aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Status hin überprüft. Fünf Personen, die keine Ausweise auf sich trugen, wurden zur genauen Abklärung ihrer Identität und we-gen des Verdachts auf Schwarzarbeit vorübergehend angehalten. In einem Fall liegt eindeutig Schwarzarbeit vor.
Die rund einstündige Aktion war minutiös vorbereitet und verlief entsprechend ruhig und reibungslos. Zuerst wurde das Baugelände überraschend umstellt und abgesperrt; danach betraten die Kontrollorgane von Polizei Basel-Landschaft und KIGA die Baustelle und überprüften alle anwesenden Bauarbeiter. Fünf Arbeiter, die sich nicht ausweisen konnten, wurden zur weiteren Befragung und Abklärung ihrer Identität auf einen nahe gelegenen Polizei-Stützpunkt verbracht. Vier Arbeiter konnten aufgrund dieser Abklärungen nach kurzer Zeit wieder entlassen werden; in einem Fall handelt es sich um einen Mann, bei dem nicht nur der Tatbestand der Schwarzarbeit vorliegt, sondern der sich zudem illegal in der Schweiz aufhält. Hier wurden die entsprechenden Ermittlungen eingeleitet.
Bereits Ende November des letzten Jahres hatte das Schwarzarbeitsinspektorat des KIGA Baselland in Zusammenarbeit mit der Polizei Basel-Landschaft und der Schweizer Grenzwache eine Grossbaustellenkontrolle durchgeführt. Bei der damaligen Aktion in Allschwil waren vier eindeutige Fälle von Schwarzarbeit festgestellt worden. Gegen die verantwortlichen Personen und Unternehmen wurden in der Folge Strafverfahren eröffnet, die zur Zeit noch andauern.
An der Baustellen-Grosskontrolle von gestern Donnerstag, 10. Februar 2005, waren 17 Angehörige der Polizei Basel-Landschaft, drei Mitarbeiter des KIGA Baselland sowie ein Vertreter des Amtes für Migration beteiligt. Die Entwicklung der Situation im Bereich der Schwarzarbeit wird von den zuständigen Behörden auch in Zukunft intensiv beobachtet. Aufgrund der ge-wonnenen Erkenntnisse und Hinweise sollen kurzfristig und überraschend weitere Kontrollaktionen durchgeführt werden.
(*) Medienmitteilung von Fredi Spinnler, Informationsbeauftragter der Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion des Kanton Baselland
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