Wirtschaftskammer Baselland - ZPK hat Bewährungsprobe bestanden
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ZPK hat Bewährungsprobe bestanden
01.09.04 - 08:00 / Autor: Daniel Spinnler

Liestal - Im Baselbiet funktioniert die Sozialpartnerschaft. Dies belegt die Arbeit der Paritätischen Kommissionen. Mit der Bildung der «Zentralen Paritätischen Kontrollstelle, ZPK» haben Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände auf diesem Fundament aufgebaut. Die ersten Wochen der ZPK-Tätigkeit bestätigen, dass es die professionelle und permanente Kontrollstelle zur Überwachung und Durchsetzung des Entsendegesetzes und zur Bekämpfung der Schwarzarbeit braucht.


Mit grossem Interesse nehmen die Mitglieder von «Dach und Wand Baselland» die aktuellsten Informationen über die Arbeit der ZPK zur Kenntnis. Ganz links: Präsident Andreas Bergamini.

Mit grossem Interesse nehmen die Mitglieder von «Dach und Wand Baselland» die aktuellsten Informationen über die Arbeit der ZPK zur Kenntnis. Ganz links: Präsident Andreas Bergamini.

Die Tätigkeit der ZPK stand im Mittelpunkt der öffentlichen Mitgliederversammlung des Verbandes Dach und Wand Baselland, die kürzlich im Hause der Wirtschaft in Liestal stattfand. Doch bevor Präsident Andreas Bergamini zum Hauptthema des Abend überleitete, freute er sich, unter den Anwesenden auch Ehrenmitglied Fritz Dällenbach begrüssen zu dürfen, der nach schwerer Krankheit erstmals wieder im Kreise seiner Berufskollegen weilen konnte.

Die von den Sozialpartnern des Baselbieter Ausbaugewerbes gegründete ZPK nahm ihre Arbeit am 1. Juni auf. Markus Meier, Wirtschaftskammer-Vizedirektor und Vizepräsident der ZPK, wies nachdrücklich darauf hin, dass seit Inkrafttreten des Entsendegesetzes die Baselbieter Baustellen systematisch kontrolliert werden. Gemäss Gesetz müssen alle Marktteilnehmer – inländische wie ausländische – die gleichen Mindestnormen erfüllen. Mit der Sicherstellung von GAV-Mindestnormen, der Verhinderung von Sozialdumping und dem konsequenten Kampf gegen systematische Schwarzarbeit soll das Ziel der gleichlangen Wettbewerbsspiesse erreicht werden.

Über 300 Entsandte im Juni
Vom 1. bis 30. Juni wurden mehr als 300 entsandte Personen gemeldet. Im ZPK-Bereich – dem Ausbaugewerbe – lagen im Zeitraum vom 1. Juni bis 13. August 2004 von Seite des KIGA insgesamt rund 200 Meldungen vor. Sie betrafen insgesamt gut 300 Arbeitnehmende und auch selbständig erwerbende Personen. Das Arbeitsvolumen dieser Entsandten betrug insgesamt über 2000 Mann-Tage, was rund 100 Mann-Monaten beziehungsweise acht Mann-Jahren entspricht.

Diese beachtlichen – notabene in den ersten zweieinhalb Monate nach Inkrafttreten des Entsendegesetzes und erst noch während der Sommerferienzeit festgestellten – Zahlen zeigen deutlich, dass das Volumen von entsandten Arbeitskräften nicht unterschätzt werden darf.

Ein Drittel der Kontrollen deckt Verstösse auf
Im genannten Zeitraum führte die ZPK nicht weniger als 50 Kontrollen durch. Dabei wurden rund 20 Verstösse registriert. Festgestellt wurde hauptsächlich die Unterschreitung der Mindestlöhne sowie das Fehlen der Entsende-Meldung sowie verbotene Feiertagsarbeit. Betroffen waren vor allem die Branchen im Bereich des Innenausbaus. Damit die ZPK ihre umfassenden Aufgaben inskünftig noch effizienter und nachhaltiger wahrnehmen kann, schreibt die ZPK in Konsequenz der bisherigen Tätigkeit und der absehbaren Erfordernisse in diesen Tagen die Stelle eines ersten vollamtlichen Baustelleninspektors aus.


Kontakt:

lic.rer.pol. Daniel Spinnler
Geschäftsführer ZPK
Projektleiter Wirtschaftskammer Baselland
Tel. +41 61 927 64 48







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