Politik & Themen

Dafür setzen wir uns ein

Die Wirtschaftskammer Baselland vertritt die Interessen der Selbstständigerwerbenden und der KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie im Kanton Baselland und in der Region. Sie setzt sich für bessere politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für ihre Mitglieder ein und fördert die aktive Teilnahme ihrer Mitglieder in den politischen Entscheidgremien. Das wirtschaftspolitische Grundsatzprogramm dient als Leitbild des politischen Engagements der Wirtschaftskammer. Es wurde 1994 von der Delegiertenversammlung genehmigt und in den Jahren 2008 und 2011 teilweise revidiert.


Bürokratieabbau

Die Wirtschaftskammer fordert die Stabilisierung und mittelfristige Senkung der Belastungen durch Gebühren für Unternehmen und für private Haushalte. Sie kämpft gegen die zunehmende Regelungsdichte und Vorschriftenflut und fordert die laufende Überprüfung der Gesetze. Überflüssige Gesetze, die eine gesunde Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft behindern, müssen abgeschafft werden. Seit Juni 2005 besteht im Kanton Baselland eine gesetzliche Verpflichtung, die Regelungsdichte für KMU zu reduzieren und die administrative Belastung durch die Behörden und die Verwaltung abzubauen. Das KMU-Forum und die Regulierungsfolgenabschätzung, welche im kantonalen KMU-Entlastungsgesetz geregelt sind, sind dafür sinnvolle Instrumente.

KMU-Forum

Die Wirtschaftskammer ist konstant vertretenes Mitglied der vom Regierungsrat ernannten ausserparlamentarischen Expertengruppe «KMU-Forum». Sie hat ein Vorschlagsrecht für deren Vertreter aus der Wirtschaft. Zu den Kernaufgaben des Forums gehören die Prüfung administrativer Belastungen und Einschränkungen unternehmerischer Freiheiten von KMU, welche aus dem Vollzug neuer und bestehender Regulierungen hervorgehen. Sie macht zudem Empfehlungen zu Händen des Regierungsrats und der kantonalen Verwaltung zur Vereinfachung des unternehmerischen Alltags und alternativer Regulierungen. Die Ausführungsbestimmungen zum KMU-Entlastungsgesetz sehen vor, dass sämtliche Erlasse, von denen KMU betroffen sein könnten, dem KMU-Forum zur Beurteilung zu unterbreiten sind.

KMUinfo Baselland

KMUinfo Baselland ist der kantonale One-stop-shop für KMU und fungiert als Schnittstelle zwischen KMU und kantonaler Verwaltung. Die zentrale Anlaufstelle ist wie das KMU-Entlastungsgesetz und das KMU-Forum ein Resultat der Bemühungen und Aktivitäten der Wirtschaftskammer und ihrer Partner zur Reduktion der Bürokratie für KMU.

Ombudsstelle der Wirtschaftskammer

Die Anlaufstelle der Wirtschaftskammer für KMU bei Problemen mit Behörden oder Institutionen. Weitere Informationen zur Ombudsstelle.


Steuerpolitik

Die Wirtschaftskammer fordert die Stabilisierung und mittelfristige Senkung der Steuerbelastungen für Unternehmen und für private Haushalte. Eine moderate Steuerbelastung ist für Unternehmen – neben anderen Voraussetzungen – ein zentraler Standortfaktor. Das Steuersystem ist zudem so auszugestalten, dass es positive Investitionsanreize setzt und Unternehmensansiedlungen im Baselbiet fördert.

Gesunde öffentliche Finanzen

Grundvoraussetzung für eine moderate Steuerbelastung für Unternehmen und Privatpersonen sind gesunde öffentliche Finanzen. Die Wirtschaftskammer setzt sich deshalb für eine klar priorisierte Erfüllung öffentlicher Aufgaben und damit für eine effizient arbeitende und möglichst schlanke Verwaltung ein. Aufgaben, welche die Privatwirtschaft kostengünstiger und effizienter erfüllen kann, sind dieser zu übertragen. Mit dem Entlastungspaket im Jahr 2012, der Finanzstrategie für die Jahre 2016-2019 und der Totalrevision des Finanzhaushaltsgesetzes lancierte der Regierungsrat wichtige Massnahmen, um den Staatshaushalt Baselland wieder in ein Gleichgewicht zu bringen. Die Wirtschaftskammer erwartet, dass diese Massnahmen konsequent umgesetzt werden, so dass der Standort Baselland möglichst rasch wieder gesunde öffentliche Finanzen aufweist.


Umweltschutz & Energie

Die Wirtschaftskammer setzt sich für einen wirksamen und vernünftigen Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen ein. Dieser soll mit Hilfe des Verursacherprinzips vollzogen werden. Grundlage für einen sorgsamen Umgang mit Umwelt und natürlichen Ressourcen ist das eigenverantwortliche Handeln von Wirtschaft und Privatpersonen. Die Wirtschaftskammer hilft mit, das Umweltbewusstsein in der Wirtschaft zu fördern und misst dabei der Energie- und Ressourceneffizienz besondere Bedeutung zu. Staatliche Vorschriften für Umweltschutz und Energiegewinnung sind nur wo zwingend nötig einzuführen. Sie müssen einen natürlichen Strukturwandel und moderate Anpassungsfristen ermöglichen. Staatliche Gelder sind dort einzusetzen, wo sie den grössten Nutzen erzielen.

Baselbieter Energiepaket

Die Wirtschaftskammer ist strategische Partnerin des Baselbieter Energiepakets, dem kantonalen Förderprogramm für Gebäudesanierungen und für haustechnische Optimierungen. Gemeinsam mit dem Hauseigentümerverband Baselland, der EBL, der EBM und der Basellandschaftlichen Kantonalbank unterstützt sie das kantonale Projekt tatkräftig. Denn das Baselbieter Energiepaket ist wirtschafts- und umweltfreundlich zugleich. Die Aufträge, die das Energiepaket auslöst, werden zu drei Vierteln von KMU aus dem Kanton Baselland ausgeführt. Das heimische Gewerbe führt die Installationen und Sanierungen zur Optimierung des Energieverbrauchs im Haus aus und unterstützt die Eigentümerinnen und Eigentümer darin, ihre Liegenschaften energietechnisch auf den neusten Stand zu bringen. Die Wirtschaftskammer sensibilisiert ihre Mitglieder und Mitgliedverbände in einer langfristigen Kampagne.
Sie informiert das lokale Gewerbe und die Branchenverbände über Inhalt und Ablauf des Förderprogramms, führt regelmässige Weiterbildungsveranstaltungen für ihre Mitglieder durch und sensibilisiert Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer dafür, bei Gebäudesanierungen das lokale Gewerbe
zu berücksichtigen.

Partnerschaft mit dem Energie-Netzwerk der Metropolregion Oberrhein TRION

Die Wirtschaftskammer ist Partnerin von TRION, dem Energie-Netzwerk der Trinationalen
Metropolregion Oberrhein. TRION verfolgt Ziele wie die Aus- und Weiterbildung von Handwerkern, Architekten und weiterer Akteure aus den Bereichen Energie und Klimaschutz mit dem Schwerpunkt Energieeffizienz in Gebäuden. Das Netzwerk fördert zudem die grenzüberschreitende Erschliessung von Marktpotenzialen, die Markteinführung neuer Technologien und die gemeinsame Weiterbildung nach einheitlichen Standards.


Wirtschaftsstandort

Der Kanton Baselland zählt als Teil der Nordwestschweiz zu den erfolgreichsten Wirtschafts- und Forschungsstandorten der Schweiz. Die Wirtschaftskammer fordert eine konsequente Wirtschaftsentwicklung und ein aktives Standortmarketing im Kanton Baselland. Dazu gehören eine umsichtige Bestandespflege der im Baselbiet ansässigen Unternehmen, die Entwicklung und Umsetzung einer kohärenten Immobilienstrategie und einer Forschungs- und Innovationspolitik. Das Steuersystem ist zudem so auszugestalten, dass es positive Investitionsanreize setzt und Unternehmensansiedlungen im Baselbiet fördert. In der kantonalen Verwaltung müssen die Zuständigkeiten für das Dossier Wirtschaftspolitik mit Standortförderung und Unternehmensansiedlung klar geregelt sein. Die Wirtschaftskammer unterstützt die Massnahmen des Kantons zur Wirtschaftsförderung und die kantonalen Anstrengungen in der Bestandespflege. Die Wirtschaftskammer ist zudem in verschiedenen Gremien zur Standort- und Innovationsförderung vertreten.

Vorwärtsstrategie in der Wirtschaftspolitik Baselland

Im Jahr 2011 deponierte Wirtschaftskammerdirektor Christoph Buser die Forderung für eine Vorwärtsstrategie in der Wirtschaftspolitik Baselland mittels drei Postulaten im Landrat. Die Postulate zielten darauf ab, die Ertragsseite der kantonalen Finanzen durch verschiedene Massnahmen zu verbessern. Die mangelnde wirtschaftliche Dynamik und die fehlende Kraft im Standortwettbewerb sollen mit drei Ansätzen überwunden werden:

  • Schaffung investitionsbereiter, strategischer Entwicklungsgebiete für Wertschöpfung, insbesondere die Entwicklung von Salina Raurica
  • Schaffung von Investitionsanreizen in der Steuergesetzgebung
  • Schaffung eines Kompetenzzentrums für Unternehmensansiedlungen

Auf Basis dieser Forderungen lancierte die Baselbieter Regierung im Jahr 2012 die Wirtschaftsoffensive. Bei der Standortförderung Baselland finden Sie dazu weitere Informationen (siehe Webseiten zum Thema). Gemeinsam mit ihren Mitgliedern trägt die Wirtschaftskammer ihren Teil zur zielorientierten Umsetzung der Wirtschaftsoffensive bei.

KMU-Studie 2016 und Gewerbestudie 2011

Mit rund 40'000 Arbeitsplätzen stellt das Gewerbe mit Abstand den grössten Wirtschaftssektor im Baselbiet. Um eine genauere Datengrundlage über die Situation des Gewerbes zu erhalten, lässt die Wirtschaftskammer in regelmässigen Abständen eine entsprechende Studie erstellen. Im Jahr 2016 beauftragete die Wirtschaftskammer Dr. Rainer Füeg mit der KMU-Studie 2016. Sie zeigt die wirtschaftliche Lage der gewerblichen Wirtschaft im Kanton Baselland, die Verflechtungen zwischen der gewerblichen Wirtschaft und den Exportbranchen und deren indirekte Abhängigkeit von der Wechselkursentwicklung. Sie enthält zudem Informationen zur Finanzierungssituation der Baselbieter KMU und zur Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die KMU-Studie konzentriert sich dabei auf die wichtigsten Branchen des Baselbieter Gewerbes, die Bauwirtschaft, das Auto- und Reparaturgewerbe, den gewerblichen Fachhandel, das Gastgewerbe und die gewerblichen ZulieferbetriebeEs beteiligten sich mehr als 600 Unternehmen, die zusammen 19'000 Arbeitsplätze anbieten. Mit 20 Unternehmen aus der MEM-Industrie, der Bauwirtschaft, dem Gastgewerbe und dem Handel  wurden zusätzlich vertiefte Interviews durchgeführt. Bereits 2011 hatte die Wirtschaftskammer Dr. Rainer Füeg die Gewerbestudie 2011 in Auftrag gegeben.

Infrapark Baselland

Die Wirtschaftskammer war in der Begleitgruppe zur Gründung des Infraparks Baselland vertreten. Der Infrapark Baselland in Muttenz bietet den ansässigen forschenden und produzierenden Unternehmen Dienstleistungen in den Bereichen Analytik, Energieversorgung, Entsorgung, Sicherheit, Logistik und Technik an.

business parc Reinach und Business Park Laufental & Thierstein

Der business parc Reinach und der Business Park Laufental & Thierstein bieten Coaching, Räumlichkeiten und attraktive Services für Start-up-Unternehmen und Personen, die sich selbständig machen möchten. Die Wirtschaftskammer pflegt eine funktionierende Schnittstelle und eine gute Zusammenarbeit mit den Betrieben der business parcs und unterstützt diese in einzelnen Bereichen.


Arbeitsmarkt

Die Wirtschaftskammer fördert die sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit und entsprechende Lösungsfindung anstelle staatlicher Regelungen. Sie hat Einsitz in verschiedenen Institutionen zu den Themen Arbeitsmarkt, Integration in die Arbeitswelt und Chancengleichheit. Zum Schutz der lokalen KMU, der Arbeitsplätze und Lehrstellen bekämpft die Wirtschaftskammer aktiv die Schwarzarbeit und das Lohndumping. Sie sensibilisiert die Gesellschaft dafür, bei der Auftragsvergabe das lokale Gewerbe zu berücksichtigen und lokal einzukaufen.

Familienfreundliche KMU

Die Wirtschaftskammer unterstützt das Projekt «Familienfreundliche KMU im Baselbiet». Das von der Fachstelle für Familienfragen der Baselbieter Sicherheitsdirektion lancierte Projekt bietet Betrieben im Kanton Baselland die Möglichkeit, einen so genannten «Familienfreundlichkeits-Check» durchführen zu lassen. Damit sollen die Situation im Betrieb analysiert und wenn immer möglich Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet werden.

Worktrain

Die Wirtschaftskammer ist Gründungsmitglied von «worktrain». Der Verein bezweckt die
Eingliederung und Beschäftigung vermindert leistungsfähiger Menschen (Behinderung und Invalidität)
in die Arbeitswelt, insbesondere durch kostenlose Vermittlung, Betreuung und/oder Schulung der betroffenen Arbeitnehmenden.

Die Charta

Das Projekt die CHARTA, Arbeit für Menschen mit Behinderung, setzt sich für die berufliche Chancengerechtigkeit gegenüber Menschen mit Behinderung ein. Die CHARTA wird vom Verein Impulse Basel getragen und durch die regionalen Arbeitgeberverbände, darunter die Wirtschaftskammer , den Kanton Basel-Stadt und den Sozialpartnern IV Basel-Stadt und Baselland, worktrain, das Behindertenforum und Radio X unterstützt.

Chancengleichheitspreis beider Basel

Die Regierungen der Kantone Baselland und Basel-Stadt prämierten bis 2015 jedes Jahr innovative, wirkungsvolle und nachhaltige Ideen, Projekte oder Massnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen und Männern. Die Wirtschaftskammer war in der achtköpfigen Auswahlkommission vertreten. Diese unterbreitete dem Regierungsrat jeweils zwei Vorschläge zur Auswahl für die Verleihung des Preises.

Runder Tisch Integration und Ausländerdienst Baselland

Die Wirtschaftskammer hat Einsitz am Runden Tisch Integration unter der Leitung von Regierungsrat Isaac Reber. Der Runde Tisch Integration diskutiert seit der Einführung des Integrationsgesetzes im Jahr 2008 aktuelle Anliegen zum Thema Integration. Vertreten sind Politikerinnen und Politiker, Wirtschaftsverbände, Gemeinden, Bürgergemeinden, Institutionen und die Verwaltung. Die Wirtschaftskammer ist zudem Vorstandsmitglied des Ausländerdienstes Baselland (ALD). Der Verein ALD ist die Anlaufstelle für Fragen rund um die Integration von Migrantinnen und Migranten. Er bietet vielseitige Kurse für Migrantinnen und Migranten zur Integrationsunterstützung. Dazu gehören insbesondere Deutschkurse.

Arbeitsmarktkontrolle für das Baugewerbe, AMKB

Die Wirtschaftskammer hat zusammen mit dem Gewerkschaftsbund Baselland die „Arbeitsmarktkontrolle für das Baugewerbe, AMKB“, gegründet. Die AMKB ist die von den kantonalen Dachverbänden der Sozialpartner im Kanton Baselland gegründete und paritätisch getragene, spezialisierte Kontrollorganisation zur Durchführung von Arbeitsmarktkontrollen (Schwarzarbeitskontrollen, Baustellenkontrollen sowie gesamtarbeitsvertragliche Entsende- und Lohnbuchkontrollen).
Die AMKB ist im Leistungsauftrag des Kantons Baselland und im Auftrag von Vollzugsorganen verschiedener Gesamtarbeitsverträge (GAV) mit der Arbeitsmarktbeobachtung sowie den entsprechenden Arbeitsmarktkontrollen (Schwarzarbeitskontrollen, Baustellenkontrollen sowie gesamtarbeitsvertragliche Entsende- und Lohnbuchkontrollen) im Baselbieter Bau- und Ausbaugewerbe beauftragt.Im Bereich der Schwarzarbeitskontrollen im gesamten Baselbieter Baugewerbe hat die AMKB die vorher damit beauftragte Zentrale Arbeitsmarkt-Kontrolle, ZAK, abgelöst. Im Bereich der gesamtarbeitsvertraglichen Entsende- und Lohnbuchkontrollen ist die Zentrale Paritätische Kontrollstelle, ZPK, als Teilbereich der AMKB angeschlossen.

Zentrale Paritätische Kontrollstelle, ZPK

Die Wirtschaftskammer war zusammen mit den Sozialpartnern verschiedener Branchen des Ausbaugewerbes im Jahr 2004 – rechtzeitig auf die Inkraftsetzung der Personenfreizügigkeit und der Flankierenden Massnahmen – aktive Mitbegründerin der gemeinsamen Kontrollorganisation „Zentrale Paritätische Kontrollstelle, ZPK“.
Die ZPK kontrolliert die Einhaltung der Bestimmungen der Gesamtarbeitsverträge (GAV) durch inländische Betriebe und vor allem auch durch ausländische Arbeitgeber, welche ihre Arbeitnehmenden zur Auftragsausführung in die Schweiz entsenden. Sie ermittelt, beurteilt und ahndet mittels Baustellenkontrollen und Lohnbuchkontrollverfahren Verstösse gegen die GAV-Bestimmungen sowie im Bereich der Umsetzung von Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes.

Mit ihren umfassenden, koordinierten Tätigkeiten bekämpfen die AMKB und die ZPK Schwarzarbeit, Lohndumping und Scheinselbständigkeit und sichern gleich lange Wettbewerbsspiesse für alle Marktteilnehmer. Sie pflegen dazu eine enge Zusammenarbeit mit den Arbeitsmarkt-Behörden auf kantonaler und auch auf eidgenössischer Ebene.


Berufsbildung

Die Berufslehre ermöglicht zwei Dritteln der Jugendlichen in der Schweiz den Einstieg in die Arbeitswelt. Sie ist Basis für ein lebenslanges Lernen und eröffnet dem Nachwuchs an Fachkräften eine Vielzahl von Berufsperspektiven. Die Förderung und Stärkung der dualen Berufslehre, deren Anpassung an die Anforderungen der Wirtschaft und ein zukunftsorientiertes Berufsbildungsgesetz gehören zu den wichtigsten Anliegen der Wirtschaftskammer. Gemäss ihrem wirtschaftspolitischen Grundsatzprogramm fordert die Wirtschaftskammer eine gerechte Verteilung der Ausbildungskosten und die adäquate Berücksichtigung der Berufsbildung in der Bildungsfinanzierung. Die finanzielle Unterstützung bzw. Entlastung von ausbildenden Betrieben muss ebenso sichergestellt sein wie die Einbindung möglichst vieler Betriebe in die Ausbildungsverantwortung. Um dies zu gewährleisten bietet die Wirtschaftskammer verschiedene Dienstleistungen unter dem Label „E Lehr bringt mehr“ im Bereich Berufsbildung an.

Lehrstellen­marketing des Kantons Baselland

Die Wirtschaftskammer setzt sich aktiv für die Schaffung neuer Lehrstellen im Kanton ein. Sie ist vom Kanton mit der Übernahme von Aufgaben in der dualen und höheren Berufsbildung im Interesse von schulisch leistungsschwächeren und leistungsstarken Jugendlichen mandatiert. Ebenfalls setzt sich die Wirtschaftskammer in diesem Zusammenhang für die Förderung der Gleichstellung im Rahmen der Berufswahl und für die Förderung der Lehrstellen in den Berufsfeldern mit ausgewiesenem Fachkräftemangel ein.

Baselbieter Gönnervereinigung zur Förderung der Berufslehre

Die «Baselbieter Gönnervereinigung zur Förderung der Berufslehre» vermittelt Jugendlichen die attraktiven Möglichkeiten einer Berufslehre mit ihren Weiterbildungs- und Aufstiegschancen. Die Gönnervereinigung stellt die finanziellen Mittel zur Nachwuchsförderung in den gewerblich-industriellen Berufen bereit. Sie unterstützt die Lehrabschluss-Rangfeier und die Planung, Organisation und Durchführung der Berufsschau mit massgeblichen Beiträgen.

Folgende Personen haben Einsitz im Patronats-Komitee «Baselbieter Gönnervereinigung zur Förderung der Berufslehre»:

  • Landrat Christoph Buser, Direktor Wirtschaftskammer Baselland
  • Marco Fischer, Vize-Präsident Handelskammer beider Basel
  • e. Nationalrat Hans Rudolf Gysin
  • Christopher Gutherz, Rektor Gewerblich-industrielle Berufsfachschule Muttenz
  • Hanspeter Hauenstein, Vorsteher Amt für Berufsbildung und Berufsberatung Basel-Landschaft
  • Fritz Naegelin, Vize-Präsident Wirtschaftskammer Baselland
  • Markus Riedweg, Rektor Gewerblich-industrielle Berufsfachschule Liestal
  • Andreas Schneider, Präsident Wirtschaftskammer Baselland

Fachhochschule Nordwestschweiz

Die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW ist eine wichtige Institution für die Baselbieter Wirtschaft und für das Erfolgsmodell des dualen Bildungssystems. Sie sorgt für die Ausbildung von hervorragendem Fachkräfte-Nachwuchs. Die Wirtschaftskammer und die FHNW pflegen gemeinsam den Austausch zwischen der Fachhochschule und der Wirtschaft. Gemeinsam mit der FHNW führt die Wirtschaftskammer zudem das Programm Certificate of advanced studies (CAS) in Unternehmensführung durch. Die FHNW sollte sich aus Sicht der Wirtschaft auf die Kernaufgabe zur Ausbildung des Fachkräfte-Nachwuches konzentrieren. Die Wirtschaftskammer setzt sich deshalb für eine klare Abgrenzung zwischen FHNW und Universität ein und verlangt, dass Doppelspurigkeiten zwischen den beiden Hochschulen vermieden und so der Kostenanstieg der FHNW der letzten Jahre gebremst wird. 

«Herzlichen Dank für Ihren Einkauf bei einem regionalen Lehrbetrieb»

Im Juni 2011 starteten die Baselbieter Gewerbe- und Industrievereine eine auf mehrere Jahre angelegte Lehrbetriebskampagne. Nur dank dem Engagement von vielen kleinen und mittleren Unternehmen können viele Jugendliche eine Berufsausbildung absolvieren. Mit der Lehrbetriebskampagne wird auf die enorme Bedeutung des Schweizerischen Berufsbildungssystems und der Lehrbetriebe aufmerksam gemacht. Die Lehrbetriebskampagne ergänzt die Imagekampagne zur Förderung der Berufslehre «E Lehr bringt mehr» und stellt die Lehrbetriebe in den Mittelpunkt.

«E Lehr bringt mehr»

Die Informationskampagne für angehende Lernende zur Unterstützung bei der Berufswahl.

«Berufslehre plus Berufsmatur»

Die Wirtschaftskammer unterstützt die Imagekampagne zur Förderung der Berufsmatur «Berufslehre plus Berufsmatur» (siehe Linkliste rechts).


Mobilität & Verkehr

Die Wirtschaftskammer setzt sich für eine wirtschaftsfreundliche Verkehrspolitik ein. Sowohl der Strassenverkehr als auch der öffentliche Verkehr stossen an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Wirtschaft leidet besonders unter Stau im Strassenverkehr, weil ein Grossteil der Mitarbeitenden dezentral verteilt bei Kunden und auf Baustellen arbeitet. Sie ist deshalb auf möglichst staufreie Strassen und genügend Parkplätze angewiesen. Konkret hat die Wirtschaftskammer einen massgeblichen Beitrag zur Einführung der Gewerbeparkkarte beider Basel geleistet. Zur Lösung des Stauproblems in der Nordwestschweiz setzt sich die Wirtschaftskammer für den Ausbau der A2-Ostangente und die Nutzung der A98 in Deutschland als weiträumige Umfahrung von Basel ein. Für die Region Augst fordert die Wirtschaftskammer ein übergreifendes Verkehrskonzept, inklusive Ortsumfahrung von Augst. Zudem wehrte sie sich erfolgreich gegen den gewerbeunfreundlichen Rückbau der Rheinstrasse in Füllinsdorf. Dieser ist seit der Annahme des regierungsrätlichen Gegenvorschlags durch das Stimmvolk im Herbst 2016 vom Tisch. Im Agglomerationsprogramm Basel sieht die Wirtschaftskammer einen wichtigen Faktor für die koordinierte regionale Planung und Umsetzung von Verkehrs- und Infrastrukturprojekten. Das herausragende Projekt des Programms ist sicherlich das sogenannte Herzstück, das die Wirtschaftskammer ebenfalls unterstützt. Neben der freien Fahrt für die Wirtschaft setzt sich die Wirtschaftskammer aber auch den vernünftigen Umgang der Wirtschaft mit der Mobilität ein.

Task Force Anti-Stau

Die Wirtschaftskammer hat Einsitz in der regierungsrätlichen Kommission Task Force Anti-Stau. Die Task Force berät die Behörden bei der Umsetzung ihres Auftrags zur Stauverhinderung und -bekämpfung und ist eines der Resultate der vom Volk am 18. Mai 2003 deutlich angenommenen Anti-Stau-Initiative der Wirtschaftskammer. Der Baselbieter Souverän stimmte dem «Anti-Stau-Gesetz» mit über 60 Prozent zu. Präsidiert wird die Task Force von Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Buser.

Gewerbeparkkarte

Die Wirtschaftskammer setzt sich dafür ein, dass die Baselbieter KMU nicht nur in Basel-Stadt sondern auch in den übrigen Gebieten der Nordwestschweiz und im grenznahen Ausland diskriminierungsfreien Zugang zu Parkmöglichkeiten während der Arbeitszeit erhalten. Mit der «Gewerbeparkkarte» konnte für die Kantone Baselland und Basel-Stadt unter massgeblicher Mitarbeit der Wirtschaftskammer bereits eine KMU-freundliche Lösung gefunden werden. Weitere Informationen zur Gewerbeparkkarte finden Sie hier.