Polit-Apéro spezial: Nationalrat Peter Schilliger

Polit-Apéro spezial: Nationalrat Peter Schilliger

Es braucht mehr KMU-freundliche Landratsmitglieder

Liestal. Eine KMU-freundliche Politik ist die zentrale Grundvoraussetzung für den Schweizer Wohlstand. Dies ist das Fazit des Polit-Apéros der Wirtschaftskammer Baselland vom 28. Februar 2019. Der Anlass im Vorfeld der Landratswahlen vom 31. März 2019 fand unter dem Motto «Was ist KMU-freundliche Politik?» in Zusammenarbeit mit der Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine (KGIV) statt. Die Veranstalter durften zur Veranstaltung mehr als 100 Exponenten aus Politik und Wirtschaft im Haus der Wirtschaft in Liestal begrüssen.

«Die Politik ist auf die pragmatischen Lösungsansätze von KMU-Unternehmerinnen und -Unternehmern unbedingt angewiesen», machte FDP-Nationalrat und KMU-Unternehmer Peter Schilliger in seinem Inputreferat im Rahmen des Polit-Apéros vom 28. Februar 2019 im Haus der Wirtschaft in Liestal deutlich. Die in der KMU-Wirtschaft verankerten Milizpolitiker spürten täglich in der Praxis wo der Schuh drückt und können diese Erfahrungen effizient in die Politik einbringen – dies sei gerade in Zeiten der zunehmenden Akademisierung der Politik zentral. Weiter machte Schilliger den anwesenden mehr als 100 Gästen – darunter zahlreichen Landratskandidatinnen und -kandidaten mit KMU-Hintergrund – Mut, sich trotz vollem Terminkalender aktiv in die Politik einzubringen. Wichtig diesbezüglich sei ein gutes Zeitmanagement sowie in erster Linie viel gesunder Menschenverstand.

KMU sind auf gute Rahmenbedingungen angewiesen
Die Wichtigkeit einer KMU-freundlichen Politik wurde auch von den amtierenden Fraktionspräsidenten der kantonalen FDP, SVP und CVP unterstrichen: «KMU sind auf sinnvolle Rahmenbedingungen angewiesen», sagte FDP-Fraktionspräsident Rolf Richterich im Rahmen einer Podiumsdiskussion. An der Diskussion unter der Leitung von Beat Huesler, Präsident der Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine (KGIV), beteiligten sich nebst Richterich auch Dominik Straumann, Fraktionspräsident SVP Baselland sowie Felix Keller, Fraktionspräsident CVP / BDP Baselland.

Laut Keller braucht es in der Politik mehr Leute, die wissen was es bedeutet, Geld zu verdienen. «Jetzt liegt es an den Wählerinnen und Wählern, entsprechende Leute in den Landrat zu wählen», mahnte der Fraktionspräsident CVP / BDP hinsichtlich den bevorstehenden Landratswahlen. Auch Straumann wünscht sich mehr Landräte mit KMU-Hintergrund. Diese zeichneten sich insbesondere auch in der Kommissionsarbeit durch einen pragmatischen Ansatz und praktische Expertise aus: «Der Politik ist etwas die Einfachheit verloren gegangen. Hier braucht es eine Kurskorrektur», so der SVP-Fraktionspräsident. Wie Schilliger motivierte auch Richterich die KMU-Vertreter dazu, aktiv zu politisieren. «Wenn wir es nicht machen, machen es die Leute, die über mehr Zeit verfügen», sagte der FDP-Fraktionspräsident. Ob dies wünschenswert sei, müsse zumindest hinterfragt werden.

Berufsbildung ist das A und O
Mit Blick auf die Zukunft motivierte im Schlusswort Christoph Buser, FDP-Landrat und Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, die anwesenden Exponentinnen und Exponenten aus der Politik, aktiv dem dualen Bildungssystem Sorge zu tragen. Aktuell sei die Bildungspolitik zu stark von den Universitäten und der ETH geprägt. «KMU-Politik bedeutet insbesondere auch, sich für die Berufsbildung einzusetzen», so Buser.

Am 31. März 2019 wählt die Baselbieter Stimmbevölkerung den neuen Landrat. Das neu gewählte kantonale Parlament wird anschliessend vier Jahre lang die Rahmenbedingungen für die Baselbieter KMU aktiv mitgestalten. Die Wahl von KMU-freundlichen Landrätinnen und Landräten ist daher für den nachhaltigen Erfolg des Gewerbes mitentscheidend.

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Kontakte

Landrat Christoph Buser
Direktor
Wirtschaftskammer Baselland
Telefon 076 324 98 33

Daniel Schindler
Kommunikationsbeauftragter
Wirtschaftskammer Baselland
Telefon 061 927 65 62; 079 688 30 46

 

Fr. 1. März 2019