Wenn 16 kantonale Volksinitiativen in so kurzer Zeit zustande kommen, ist das kein Zufall. Es ist ein deutliches Signal, dass sich im Kanton Basel-Landschaft etwas bewegen muss. Die Unterschriften unter dem Reformpaket «Zurück in die Erfolgsspur» stammen nicht aus dem Elfenbeinturm, sondern direkt aus den Reihen der KMU. Es sind Unternehmerinnen und Unternehmer, die nicht klagen, sondern handeln – und nun fordern, dass der Kanton wieder zum verlässlichen Partner für Wirtschaft und Unternehmertum wird und die Rahmenbedingungen sich spürbar verbessern.
Die sechs Bereiche, die im Fokus stehen, kommen nicht von ungefähr: tiefere Steuern, mehr Arbeitskräfte, weniger Regulierung, einfachere Verfahren, sichere Energie und verlässliche Infrastruktur – all diese Felder sind nicht willkürlich gewählt, sondern folgen einer nüchternen Diagnose dessen, was den wirtschaftlichen Alltag heute belastet. Wir haben nachgefragt bei den Unternehmen, die selber am besten wissen, wo der Schuh drückt und was besser werden muss. Nun ist der Moment, um Hindernisse abzubauen und Spielräume zu schaffen.
Deshalb gilt jetzt: Die Initiativen müssen zügig durch die administrativen Prozesse geführt werden. Die Unterschriften müssen formell überprüft und die Vorlagen raschmöglichst vom Regierungsrat behandelt werden. Zeit ist ein entscheidender Standortfaktor. Wer zu lange zögert, riskiert, dass Chancen ungenutzt verstreichen.
Wir haben immer gesagt: Diese 16 Volksbegehren sind kein Selbstzweck. Sie wollen und sollen Wirkung entfalten – für die kleinen und mittleren Unternehmen, die das wirtschaftliche Rückgrat unseres Kantons bilden. Deshalb sind diese Initiativen nicht einfach ein unverbindlicher Ideenkatalog, vielmehr zielen sie präzise darauf ab, genau jene Bedingungen zu schaffen, welche die Wertschöpfung im Kanton Basel-Landschaft verbessern und auch in Zukunft gewährleisten. Statt weiterer staatlicher Förderprogramme braucht es weniger Hürden, mehr Freiheit und klare Zuständigkeiten. Nur so kann das Baselbiet stark und unabhängig bleiben.
Die Wirtschaftskammer Baselland ist gesprächsbereit. Wenn die Regierung auf uns zukommt, hören wir zu. Aber die Richtung, in die Gespräche gehen müssen, ist klar: Es braucht konkrete Verbesserungen für die KMU – nicht irgendwann, sondern jetzt.