Umfahrung Süd als Lösung: Wie sich das Stauproblem beheben lässt.
Überlastete Achsen, lange Umwege und fehlende Querverbindungen bremsen das Baselbiet aus. Ein Projekt der Wirtschaftskammer Baselland setzt auf direkte Verbindungen innerhalb des Kantons.
Das Baselbiet wächst. Doch das Verkehrsnetz hält mit dieser Entwicklung kaum Schritt. Engpässe auf Hauptachsen und zeitraubende Umwege gehören für Pendler und KMU sowie deren Angestellte längst zum Alltag. Besonders Verbindungen innerhalb des Kantons erweisen sich als ineffizient, da viele Routen weiterhin über Basel führen müssen und Stau und Verkehrsblockaden in den Bereichen Schweizerhalle sowie Hagnau-Augst an der Tagesordnung sind.
An diesem Punkt kommt die Umfahrung Süd ins Spiel. Sie ist Teil der formulierten Gesetzesinitiative «Zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur: Realisierung der Umfahrung Süd», welche die Wirtschaftskammer im Rahmen der 16 Initiativen «Wirtschaftsstandort Baselland: Zurück in die Erfolgsspur» 2025 lanciert hat (Standpunkt berichtete).
Die vorgeschlagene Verbindung verfolgt das Ziel, wichtige Regionen erstmals direkt miteinander zu verknüpfen. Herzstück ist eine Y-förmige radiale Achse mit zwei Richtungen: Eine führt nach Liestal, die andere nach Pratteln. Ausgangspunkt ist der Raum Arlesheim/Aesch. Damit entstehen neue Querverbindungen zwischen dem Leimental, dem Birstal und dem Ergolztal.
Mit dem ehemaligen Baselbieter Kantonsingenieur Drangu Sehu sowie Verkehrsplaner Michael Arendt unterstützen zwei ausgewiesene Experten das Vorhaben. Und schon jetzt zeigen sich die Vorteile: Der Y-Ansatz geht über ein klassisches Strassenprojekt hinaus, denn die Verbindung soll von Beginn an den öffentlichen Verkehr integrieren und ihm eigene Tunnelröhren ermöglichen.
Diese neuen Direktverbindungen werden Reisezeiten deutlich verkürzen und den Umstieg zwischen verschiedenen Verkehrsträgern erleichtern. Gerade für Pendler würde dies eine spürbare Verbesserung bringen. Auch wirtschaftlich hätte das Projekt direkte Auswirkungen: Eine bessere Erreichbarkeit der unterschiedlichen Gemeinden und Standorte erleichtert die Suche nach Fachkräften, verkürzt Transportzeiten und erhöht die Planungssicherheit.
Ein weiterer Effekt betrifft die Entlastung bestehender Infrastruktur. Besonders stark frequentierte Abschnitte würden deutlich entlastet werden. Zudem wird die Y-Verbindung jene Gebiete besser erschliessen, in denen das Baselbiet besonders stark wächst: Liestal, Pratteln oder Salina Raurica.
Im Vergleich zu gross angelegten Ausbauprojekten der A2 bietet sich mit der Umfahrung Süd eine effizientere Lösung ganz im Baselbiet an.
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Die Standpunkt-Artikel zum Thema «Umfahrung Süd» mit den Artikeln
Das Editorial von Direktor Christoph Buser
Ein Y für ein starkes Baselbiet: Wie sich das Stauproblem beheben lässt