Die Digitalisierung prägt längst den Alltag vieler Baselbieter Unternehmen. Prozesse werden automatisiert, Daten systematisch genutzt und künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Aufgaben. Für die KMU stellt sich deshalb nicht mehr die Frage, ob sie sich mit Digitalisierung beschäftigen müssen. Entscheidend ist: Wie?
Diese Frage wird anspruchsvoller. Künstliche Intelligenz, neue Plattformen, digitale Lieferketten oder Anforderungen an Produktdaten verändern Märkte und Geschäftsmodelle in hohem Tempo. Während grössere Unternehmen auf eigene Fachabteilungen zurückgreifen können, müssen kleinere KMU solche Entwicklungen parallel zum Tagesgeschäft beurteilen. Zeit, Geld und Personal sind begrenzt.
Umso wichtiger ist es, nicht jedem Trend hinterherzulaufen, sondern zu erkennen, welche Technologien für den eigenen Betrieb tatsächlich relevant sind. Hier setzt die Wirtschaftskammer Baselland an. Mit Kursen und Veranstaltungen wie Digital-World Pulse und der Digital-World Conference schaffen wir Orientierung. Doch Information allein reicht immer weniger. Neue Technologien müssen für KMU konkret erlebbar und ihre Anwendung verständlich werden. Entscheidend ist nicht, was technisch möglich ist, sondern was einem Unternehmen tatsächlich etwas bringt.
Denn eine neue Software allein macht noch kein besseres Unternehmen. Wenn aber Prozesse effizienter werden, Kosten sinken, Mitarbeitende entlastet oder neue Geschäftsmodelle möglich werden, stärkt Digitalisierung die Wettbewerbsfähigkeit. Gerade darin liegt für das Baselbiet eine Chance: Wenn unsere KMU neue Technologien rasch und sinnvoll einsetzen, verschafft uns das im Standortwettbewerb einen Vorteil.
Dafür braucht es die richtigen Rahmenbedingungen. Die Politik darf neue Technologien nicht mit Vorschriften überziehen, bevor sich deren Chancen überhaupt entfalten können. Unternehmen brauchen Spielraum, um Neues auszuprobieren und die für sie richtigen Lösungen zu finden.
Digitalisierung ist deshalb längst nicht mehr nur eine technologische Frage. Sie ist Standortpolitik. Entscheidend ist, ob es unseren KMU gelingt, technologische Möglichkeiten in wirtschaftlichen Nutzen zu übersetzen. Je besser uns das gelingt, desto wettbewerbsfähiger sind unsere Unternehmen und desto stärker ist der Wirtschaftsstandort Basel-Landschaft.