Soforthilfe für KMU: Ein erster Schritt ist gemacht

Soforthilfe für KMU: Ein erster Schritt ist gemacht

Die Regierung des Kantons Basel-Landschaft hat am Donnerstagabend mitgeteilt, wie das Hilfspaket für KMU aussehen soll. Der Kanton lanciert mit der BLKB ein Hilfspaket in Höhe von 190 Millionen Franken. Die Mitteilung der Regierung finden Sie hier.
 
Der Regierungsrat hat an seiner gestrigen Sitzung die Eckwerte für ein umfangreiches Hilfspaket für die Wirtschaft beschlossen. Dazu erteilt der Kanton der BLKB eine Bürgschaft über 100 Mio. Franken für die finanzielle Unterstützung von durch die COVID-19-Krise betroffenen KMU in Form von Krediten. Zusätzlich stellt die BLKB ihren betroffenen Kunden eine Soforthilfe von 85 Mio. Franken bereit. Die Massnahmen erfolgen in Ergänzung zu den vom Bund beschlossenen Liquiditätshilfen. Eine weitere Unterstützung leistet die BLKB-Stiftung für Kultur & Bildung.

Der Entscheid über die Vergabe der Kredite und die Auszahlungen liegt bei der BLKB. Die Koordinaten zum Einreichen von Anträgen werden so rasch als möglich bekannt gegeben. Zum jetzigen Zeitpunkt sind sie noch nicht klar.

Die Wirtschaftskammer ist in ständigem Kontakt mit den Behörden und wird die Kontaktkoordinaten der Anlaufstelle für KMU umgehend publizieren, sobald sie klar sind.

Christoph Buser (Direktor Wirtschaftskammer Baselland) sagt dazu: „Ein erster Schritt ist gemacht. Ich bin froh für unsere KMU, dass der Regierungsrat auf mehrere unserer derzeitigen Forderungen eingeht. Diese haben wir in den vergangenen Tagen engagiert und vehement bei der Regierung eingebracht. Speziell froh bin ich, dass rasch eine gute Lösung für die Lernenden gefunden wurde.“

Lesen Sie dazu noch das Interview von Christoph Buser in der Volksstimme und das Editorial im aktuellen Standpunkt:

Interview Volksstimme 
Editorial Standpunkt 
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Allgemeine Informationen zur Kurzarbeit

Unternehmen, die sich gezwungen sehen, die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgrund marktwirtschaftlicher Schwierigkeiten vorübergehend zu reduzieren, haben die Möglichkeit, für ihre Angestellten von der Arbeitslosenversicherung Kurzarbeitsentschädigungen zu beantragen. Das Auftreten des neuen Coronavirus und dessen Auswirkungen wird als Begründung für Kurzarbeit akzeptiert, wenn der Arbeitgeber glaubhaft darlegen kann, weshalb die in ihrem Betrieb zu erwartenden Arbeitsausfälle auf das Auftreten des Coronavirus zurückzuführen sind.
Die Karenzfrist für Kurzarbeit wird ab sofort bis 30.9.2020 auf einen Tag reduziert. Zudem wird eine Ausweitung des Anspruchs auf Kurzarbeitsentschädigung auf Arbeitnehmende mit befristeten (nicht kündbaren) Arbeitsverhältnissen und Arbeitnehmende in Temporärarbeit geprüft.

Merkblatt für von Corona betroffene Betriebe
- Hotline zum Thema Kurzarbeit: 061 552 06 80
- Weitere Informationen zur Kurzarbeitsentschädigung und die Anmeldeformulare finden sie auf unserer Website unter "Kurzarbeitsentschädigung".

Infos für Selbständig Erwerbende

Der Bundesrat hat die Finanzverwaltung beauftragt, eine Härtefalllösung zu prüfen. Dafür will der Bundesrat vorerst rund eine Milliarde Franken zur Verfügung stellen. Es geht hier um Soforthilfe zur Liquiditätsüberbrückung für Unternehmen und auch für Selbständig Erwerbende. Der Bundesrat will damit eine Konkurswelle verhindern und Arbeitsplätze sichern. Er kann sich daher vorstellen, dass man Selbständig Erwerbende, die keine Ansprüche bei Kurzarbeit oder Taggelder haben, jetzt unbürokratisch und schnell unterstützt. Die Prozesse sind indes noch in Ausarbeitung. Bitte haben Sie etwas Geduld und informieren Sie sich aktiv unter der Website der Eidgenössischen Finanzverwaltung. 

Spezialregime Bürgschaften für KMU

Der Bundesrat hat am 13. März 2020 zur Unterstützung von KMU in Liquiditätsschwierigkeiten aufgrund des Coronavirus das Spezialregime Bürgschaftswesen beschlossen. Den KMU mit finanziellen Engpässen stehen ab sofort bis zu 580 Millionen Franken an verbürgten Bankkrediten zur Verfügung. 10 Millionen Franken sollen zusätzlich an die Bürgschaftsorganisationen für ausserordentliche Verwaltungskosten gehen. Gestützt auf das Bundesgesetz über die Finanzhilfen an Bürgschaftsorganisationen für KMU können vier anerkannte Bürgschaftsorganisationen Unternehmen jeder Grösse Bürgschaften bis zu eine Million Franken gewähren. Die mittels Bürgschaften erhaltenen Bankkredite müssen zurückbezahlt werden. Der Bundesrat erleichtert zudem die Bedingungen für eine Bürgschaft. Bis Ende 2020 will er für neue Bürgschaften die einmaligen Gesuchprüfungskosten und die Risikoprämien der Unternehmen für das erste Bürgschaftsjahr übernehmen.

Wichtig: Da Bürgschaften zum Zweck eines Bankkredits gesprochen werden, ist es ratsam sich zuerst an ein Finanzinstitut zu wenden, bevor mit einer Bürgschaftsorganisation Kontakt aufgenommen wird. Dies beschleunigt das Genehmigungsverfahren. 

>>>Update folgt<<<

Die Wirtschaftskammer setzt sich weiterhin auch für die Berufspendler ein

Helfen heisst auch vereinfachen. Es kann nicht sein, dass Grenzgänger stundenlang an der Grenze stehen und ihren Betrieben – auch dem Gesundheitswesen – nicht zuverlässig zur Verfügung stehen können. Die Wirtschaftskammer hat dem Kanton deshalb ein Vignettensystem für Berufspendler angeregt. Zwischen Drucklegung der Zeitung und jetzt konnte in dieser Sache bereits ein erster Erfolg verbucht werden. Mit Deutschland konnte eine Lösung in Form einer Pendlervignette (Pendlerkarte, Bescheinigung für Berufspendler) vereinbart werden. Mit Frankreich soll ebenfalls zeitnah eine solche Lösung gefunden werden. Die Wirtschaftskammer hat diesbezüglich heute die Eidgenössische Zollverwaltung gebeten, möglichst bald auch eine Vereinbarung mit Frankreich und anderen Nachbarsländer zu finden.
 
>>>Update folgt<<<
 

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- 20.03.20 - 14 Uhr -

Fr. 20. März 2020